Energiepolitik

EEG-Mittelfristprognose 2014 veröffentlicht

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben in der vergangenen Woche – einen Monat nach Veröffentlichung der EEG-Umlage 2013 – ihre Mittelfristprognose zur Entwicklung der EEG-Umlage des übernächsten Jahres bekanntgegeben. So sieht es der Gesetzgeber laut § 3 der Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus vor.

Den Berechnungen der beauftragten Gutachter zufolge liegt der untere Wert der EEG-Umlage 2014 voraussichtlich bei 4,89 Cent, der obere bei 5,74 Cent pro Kilowattstunde. Der prognostizierte Mittelwert der EEG-Umlage 2014 von 5,31 Cent läge damit annähernd auf dem Niveau der für 2013 angekündigten Umlage. Die Spanne ergibt sich aus der Kombination verschiedener Ausbauszenarien der Erneuerbaren Energien.

Neben Aussagen zur möglichen Entwicklung der EEG-Umlage treffen die Übertragungsnetzbetreiber auch Annahmen zur installierten Leistung der EEG-Energieträger, zur Entwicklung der Volllaststunden, zur eingespeisten Jahresstromerzeugung, zur Höhe der Vergütungen sowie zum Letzverbraucherabsatz innerhalb der kommenden fünf Jahre. Demnach gehen die Übertragungsnetzbetreiber im Jahr 2017 von einer installierten Leistung aus erneuerbaren Energiequellen von 111 Gigawatt (GW) aus. Auf die Windenergie an Land fallen der veröffentlichten Prognose entsprechend 38,7 GW, auf die Windenergie zu See hingegen 7,8 GW. Den kumulierten Anstieg der eingespeisten Jahresstromerzeugung aller EE-Anlagen schätzen die zuständigen Gutachter auf 203 TWh bis zum Jahr 2017.

Die Annahmen decken sich jedoch nicht mit den Prognosedaten, die die Branche der Erneuerbaren Energien schon vor einigen Jahren veröffentlichte. Die vorbehaltlich politischer wie wirtschaftlicher Rahmenbedingungen getroffene Mittelfristprognose steht daher nun zur Diskussion.

Download BEE-Branchenprognose zur Stromversorgung 2020 (pdf)

(Bundesverband WindEnergie e.V. 2012)

Marc Brümmer

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