Technologie

Effizientere Technik zum Kupferschweißen

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat ein neues Verfahren für das Mikroschweißen von Kupfer entwickelt, das höhere Qualität und eine erheblich verbesserte Prozesssicherheit gewährleistet, bei einem gleichzeitig um bis zu 40 Prozent reduziertem Energieverbrauch. Zudem konnte auch das Prozessfenster hinsichtlich der Laserparameter deutlich erweitert werden. Bislang gab es bei Buntmetallen wie Kupfer Probleme bei Laserschweißprozessen, da durch ihre hohe Reflektivität die resultierenden Schweißergebnisse sehr unterschiedlich sind, was eine geringe Prozesssicherheit bedingt. Abhilfe schafft nun das neu entwickelte Laser-Vorpulsmodul. Mit einer Pulsspitzenleistung von max. 1 MW und einer Pulsdauer von wenigen Nanosekunden wird der Schweißprozess einleitet. Dieser kurzgepulste Festkörperlaser ist frequenzkonvertiert und sichert aufgrund seines hohen Absorptionsgrades stabile Anfangsbedingungen für die nachfolgende energiereiche IR-Strahlung des herkömmlichen Schweißlasers. Auch nach 200 Wiederholungen zeigte sich ein gleichmäßiges Schweißbild mit einer 100-prozentigen Schweißwahrscheinlichkeit. Das neue Laser-Vorpulsmodul ist zudem klein und preisgünstig. Kupferlegierungen finden vor allem in der Elektronik, Feinwerktechnik und Sensorik Anwendung, mit hohen Anforderungen an Temperaturbeständigkeit sowie der mechanischen Belastbarkeit der geschweißten Punktverbindungen.

 

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