Energie & Umwelt

Ein Fünftel aller Kühlgeräte in der NRW werden nicht ausreichend entsorgt

Rund 560.000 Kühlgeräte werden jedes Jahr in Nordrhein-Westfalen entsorgt. In 80% der Geräten sind Kühlelemente und Isolierungen verbaut, die das Treibhausgas FCKW enthalten. Diese müssen eigentlich ordnungsgemäß wiedergewonnen und entsorgt werden, damit das schädliche Gas nicht in die Atmosphäre gelangt. Jedoch werden in NRW 20% der Kühlgeräte nicht ausreichend recycled. Das liegt zum Teil daran, dass Teile der Kühlgeräte wegen den hohen Rohstoffpreisen illegal entfernt werden und so FCKW unkontrolliert austreten kann. Rund 90.000 Kühlgeräte werden nicht richtig entsorgt. Jedes einzelne Gerät besitzt ungefähr 128 Gramm FCKW. Das Gas ist fast 11.000-mal schlimmer als CO2. Wenn diese Menge in die Atmosphäre entweicht, entspricht das 1,4 Tonnen CO2-Äquivalente. Pro Gerät.

Die Entsorgung müsse im Sinne des Klimaschutzes über die offiziellen Einrichtungen der Kommunen laufen, betohnt Nordrhein-Westfalens Klimaschutzminister Johannes Remmel. „Auch das Entsorgen über Privatleute, die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe von Recyclinghöfen ansprechen oder Anzeigen in Zeitungen schalten, ist nicht zulässig.“ Um die Entsorgungsrate zu verbessern hat das NRW-Umweltministeriums eine Studie veranlasst, die untersucht wie die Regierung die Kommunen beim Sammeln und der fachgerechte Entsorgung von Kühlgeräten unterstützen kann. Bei dem Recyclen von Kühlgeräten ist Deutschland allgemein, im Vergleich zu anderen EU-Ländern, ins Hintertreffen geraten. Während Länder wie Griechenland und Österreich eine Mindestrückgewinnung von 90% bei FCKW verzeichnen können, werden in Deutschland nur 40-60% der Fluorkohlenwasserstoffe zurückgewonnen.

 

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