Technologie

Ein zweiter Impfstoff gegen Malaria entwickelt

Bislang wurden weltweit rund 100 verschiedene Ansätze für einen Malaria-Impfstoff entwickelt. Mit dem neuen Impfstoff MSP3 existiert jetzt allerdings erst der zweite, bei dem sich ein wirklicher Schutz gegen die Krankheit nachweisen lässt. Der Impfstoff wurde an dem französischem Institut Pasteur entwickelt. Die Wirkung basiert auf der Tatsache, dass manche Erwachsene in Afrika immun werden, weil sie permanent mit der Krankheit in Kontakt kommen. Verantwortlich ist das Protein MSP3, das den Körper dazu bringt, Antikörper gegen den Malaria-Parasiten auszubilden. Da sich dieses Protein bei den verschiedenen Stämmen des Parasiten, der die Krankheit verursacht, kaum verändert, wird hierin der Schlüssel für eine anhaltende Immunität gesehen. Erste Testreihen verliefen sehr vielversprechend. Nun soll ein größerer Test in Bukina Faso erfolgen.

Der zweite Impfstoff mit der Bezeichnung RTS,S hat ebenfalls bereits gute Ergebnisse geliefert. Er wurde von GlaxoSmithKline (GSK) entwickelt und von der Bill and Melinda Gates Foundation finanziert. Die Phase-III-Studien liefen bereits 2009 an, mit einer Zulassung wird für das Jahr 2012 gerechnet. RTS,S basiert auf dem Wirkstoff Adjuvans AS02, welcher die Immunantwort steigern und verbessern soll.

An Malaria sterben jährlich rund 850.000 Menschen.

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