Wirtschaft

Einfuhrpreisindex hat sich um 3,7% erhöht – Erdöl um 17,7%, Erdgas um 23,2%

Das Statistische Bundesamt hat die Preisänderungen für ein- und ausgeführte Produkte veröffentlicht. Die Zahlen offenbaren erneut, dass stetig mehr und mehr Geld für importierte Energieträger aus Deutschland abfließen und damit dem nationalen Wirtschaftskreislauf entzogen werden. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Januar 2012 um 1,6% über dem Vorjahreswert. Inklusive den Energieträgern lagen die Preise für importierte Produkte um 3,7% über dem Stand vom Januar 2011. Die größten Preissteigerungen gab es demnach beim Erdgas (+23,2%), bei Mineralerzeugnissen (+18,6%) und beim Erdöl (+17,7%). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (–6,9%) sowie Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug (–5,3%) verbilligten sich hingegen auf Jahresfrist (siehe Tabelle im Anhang).

Die erneute Preissteigerung bei den Energieträgern hat dazu geführt, dass trotz eines Rückgangs das heimischen Verbrauchs um 4,3% die Ausgaben für Rohölimporte 2011 um 28,2% auf 51 Milliarden Euro angestiegen sind. De Tonne importierten Rohöls hat im Jahresdurchschnitt 583 Euro gekostet, womit sogar der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2008 von 506 Euro pro Tonne übertroffen wurde. Der Höchstpreis war im Mai 2011 mit 626 Euro pro Tonne erreicht worden. 40,6% der Rohölimporte entfielen auf Russland, 13,7% auf Großbritannien und 7,5% auf Norwegen (es folgen Kasachstan, Nigeria, Libyen, Algerien, Aserbaidschan, Ägypten und Angola).

Die Veränderungen des Einfuhrpreisindex zum Vorjahr waren im Januar jedoch mit 3,7% niedriger als die Monate zuvor (Dezember: +3,9%, November: +6,0%). Der Index der Ausfuhrpreise lag im Jahresvergleich unverändert auf dem Stand vom Dezember 2011 bei +2,1%.
(mb)
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.