Energie & Umwelt

Einigung zur Reduzierung von Solarförderung steht an

Umweltminister Röttgen und Wirtschaftsminister Rösler haben sich auf eine Reduzierung der Solarförderung und neue Vergütungssätze ab dem 1.April geeinigt. Demnach steht für die Einspeisung von Sonnenstrom aus Dachanlagen eine Kürzung von 20% im Raum, bisher galt ein Minus von 15% zum 1.Juli.

Aktuell erhalten Betreiber 24,4 Cent pro Kilowattstunde auf einen Zeitraum von 20 Jahren. Anlagen die ab dem 1.April ans Netz gehen sollen nun nur noch 19,5 Cent erwirtschaften. Bei großen Solarparks ist eine Kürzung um 30% geplant, der Wert kann je nach Größe der Anlage schwanken.

Durch die Importe von hochwertigen Solarprodukten aus China, die deutlich günstiger sind als deutsche Anlagen, ist ein deutlicher Preisverfall zu verzeichnen. Durch den weltweit einsetzenden Solarboom entstehen immer mehr Kapazitäten zur Fertigung von Solarmodulen.

Deutschland wird mit der Reduzierung der Förderung international gleichziehen. In vielen anderen Ländern sind die Vergütungen schon seit längerer Zeit massiv eingeschränkt worden.

Am heutigen Donnerstag wollen Beschäftigte der Branche an verschiedenen Standorten, darunter auch vor dem Wirtschaftsministerium, demonstrieren. Es wird auch mit einer Beteiligung von Branchengrößen wie Bosch und Solarworld gerechnet.

(sm)

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