Wirtschaft

Einkaufsmanagerindex der Dienstleister signalisiert weiteres Wachstum

Die deutschen Dienstleister sind laut dem aktuellen Markit-Einkaufsmanagerindex wieder deutlich optimistischer. Der entsprechende Index legte um 1,3 Punkte auf 53,7 Punkte zu – den höchsten Wert seit Juni 2011. Ab der Schwelle von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert. Auch der Composite Index, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, legte deutlich um 2,6 Punkte auf 53,9 Zähler zu. Markit-Ökonom Tim Moore: „Dank florierender Geschäfte im Service-Sektor und robuster Produktionssteigerungen in der Industrie hat sich die deutsche Privatwirtschaft im Januar weiter von den übrigen Schwergewichtsländern der Eurozone abgesetzt.“

Der Beschäftigungsaufbau setzt den Trend der letzten zwei Jahre fort, verlor allerdings erneut an Tempo und fiel so schwach aus wie zuletzt im Juli 2010. Ursache seien die „unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“.

Die Bewertung der Dienstleister in der Eurozone ist nach wie vor heterogen: Während es in Italien, Irland und Spanien erneut zu Einbußen kam, melden Frankreich und Deutschland bessere Geschäfte. Unterm Strich stieg der Index für den Service-Sektor aber um 1,6 Punkte auf 50,4 Punkte. Damit konnte der viermonatige Abwärtstrend gestoppt und wieder die 50-Punkte-Schwelle überschritten werden, ab der Wachstum signalisiert wird. Markit-Chefökonom Chris Williamson: „Da viele Dienstleister glauben, dass die Eurozone das Schlimmste in Sachen Schuldenkrise hinter sich hat, sind auch die Geschäftsaussichten wieder auf ein Fünf-Monatshoch gestiegen.“
(mb)

 

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