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Einzelhandel verspielt Weihnachtsumsätze

Zu dieser oder ähnlichen Schlussfolgerungen mag man gelangen. Denn: obwohl die „… Rahmenbedingungen für ein gutes Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel stimmen“, wie HDE-Präsident Josef Sanktjohanser betont, haben Einzelhändler just für diese Zeit keine besonderen Verkaufsstrategien in der Hinterhand. Stattdessen sollen die Kunden mit denselben Methoden zum Kauf animiert werden wie im restlichen Jahr. Die meisten Händler fürchten vermutlich die hohen Werbekosten. Dabei könnten sie die Effizienz ihrer Marketingmaßnahmen kostengünstig steigern – sowohl on-, aber vor allem auch offline.

Fast jedes dritte Spielzeug wird in der Weihnachtszeit gekauft

Kerzenschein, erster Advent, Weihnachten
Bereits am ersten Adventswochende lagen die Umsätze über Vorjahresniveau (Bild: Anne Garti / pixelio.de)

Wie wichtig das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel ist, wird vor allem dann deutlich, wenn man die Umsatzzahlen von November und Dezember mit denen vom Rest des Jahres miteinander vergleicht. So liegen die Umsätze in der Weihnachtszeit um durchschnittlich 15 Prozent höher als in den anderen zehn Monaten. Spielwarenhändler etwa machen fast 30 Prozent, Buchhändler rund ein Viertel ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Somit wird gut fast jedes dritte Spielzeug während der Weihnachtszeit verkauft.

Und gerade 2013 scheint für den Einzelhandel viel möglich. Denn wie Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) über, über das erste Adventswochenende zu berichten wusste, lag der diesjährige Umsatz über dem Vorjahresniveau. „Auch die Kundenfrequenzen waren deutlich höher“, so Genth weiter.

Keine Marketingmaßnahmen geplant

Vor dem Hintergrund derart gewaltiger Umsatzpotenziale ist nicht zu verstehen, warum allein jeder dritte Online-Händler für das Weihnachtsgeschäft keine speziellen Marketingmaßnahmen geplant hat. Dabei lässt mit vergleichsweise geringem Aufwand bereits ein hohes Umsatzplus erzielen. Etwa indem man einen Kommunikationsplan entwickelt, um den hauseigenen E-Mail-Verteiler effizient zu nutzen. Somit lässt sich leicht zielgruppenorientiertes – und damit kosteneffizientes – Marketing betreiben.

Scheinbar antiquiert: Die gute alte Postzustellung

In Zeiten, in denen über Web2.0 und Social Media-Marketing diskutiert wird, erscheint die gute alte Postzustellung antiquiert, zu unrecht! Denn durch selektive Zustellung, etwa auf Basis von Geodaten, wird – unter anderem auf den Webseiten von prospega – auch für den Einzelhandel aus der sogenannten „realen“ Welt kosteneffizientes, zielgruppenorientiertes Marketing möglich.

Denn je nach Marktsegmentierung können Einzelhändler verschiedener Branchen und Größen ihre Zielgruppe durch klassische Variablen, wie zum Beispiel Kaufkraft, Alter, Wohnlage, Bildung, Haushaltsgröße und vieles mehr abbilden lassen. So erspart man sich die Kosten für den Versand von Werbungen an Verbraucher, die für einen selbst sowieso nicht als Kunde in Frage kommen.


Christoph Schroeder

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