Energie & Umwelt

Elastische Rotorblätter erhöhen Windausbeute um 5%

Siemens hat elastische Rotorblätter für Windenergieanlagen (WEA) entwickelt, die die Energieausbeute um 5% verbessern. Die Rotorblätter sind dabei „wie ein arabisches Schwert“ leicht geschwungen. Dadurch biegt sich das Rotorblatt unter Windlast und verdreht sich gleichzeitig, wodurch sich die Belastung auf den Rotor reduziert – ein deutlicher Vorteil gegenüber den derzeitigen starren Blättern: Auf offener See treffen Luftmassen von mehr als 100 Tonnen je Sekunde aus unterschiedlichen Richtungen auf die Rotoren. Die elastischen Blätter können sich besser und flexibler anpassen und die Druckbelastung wird im Ergebnis deutlich reduziert – das Material verschleißt weniger, und die Lebensdauer steigt. Die Rotorblätter können dadurch mit 53 Meter um vier Meter länger konstruiert werden. Die Energieausbeute steigt somit um rund 5%.

Durch eine optimiertes Design ist das Rotorblatt zudem um 500 Kilogramm leichter. Eine Optimierung des Herstellungsprozesses soll zudem die Kosten um bis zu 40% senken: Bislang werden die zahlreichen Lagen aus Glasfasergewebe in Handarbeit ausgelegt, geformt, verklebt und in riesigen Schalen gebacken. Dies soll künftig verstärkt automatisiert werden, was die Produktionskosten deutlich senkt.

Laut der Fachzeitschrift „Pictures of the Future“ wird durch die höhere Effizienz und die Kostensenkungen bei der Herstellung der Strom aus Windkraft noch in diesem Jahrzehnt preiswerter sein als der Strom aus Kohlekraftwerken.

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