Technologie

Energieeffizienz von Molybdänit 100.000-mal höher als bei Silizium

Forscher am École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) haben das große Potential von Molybdänit (MoS2) als Transistormaterial für effizientere Chips entdeckt. Bislang wurde Molybdänit vor allem als Schmiermittel genutzt. Dabei sind die Halbleitereigenschaften des Materials sogar besser als die des äußert vielseitigen Kohlenstoff-Wundermaterials Graphen und übertrifft die des klassischen Siliziums um ein vielfaches. Bei digitaler Elektronik nutzt man Transistoren in On- und Off-Zustand, um die Nullen und Einsen der digitalen Information darzustellen. Obwohl der Off-Zusatnd eigentlich ein Standby-Zustand ist, verbraucht er bei Silizium-Transistoren dennoch viel Strom. Dieser Stromverbrauch lässt sich mit Molybdänit um den Faktor 100.000 reduzieren. Das Material lässt dabei ebenso wie Graphen als Material in der Nanogröße einatomiger Schichten verarbeiten, ist aber in seinen Halbleitereigenschaften dem Graphen überlegen und auch kostengünstiger zu verarbeiten. Daher wird dem Molybdänit eine wesentliche Zukunftsrolle in der Optoelektronik und der Nanoelektronik zugeschrieben.

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