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Engagement in Lärmschutz treibt Wirtschaft voran

Lärm ist nicht nur eine der größten Herausforderungen für unsere Umwelt, sondern bietet für Unternehmen, die sich in Sachen Lärmschutz engagieren, große Chancen. Das zeigt unter anderem das Beispiel AMC Mecanocaucho. Der Anbieter für effiziente Schwingungstechnik gehört zu den so genannten Hidden Champions, jene kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mit unauffälligen Produkten die Gestaltung unseres Alltages erheblich beeinflussen und es so in ihrer Branche zum Weltmarktführer schafften. Im Folgenden zeigen wir auf, warum Lärmschutz so wichtig ist und wie die Wirtschaft von diesem Umstand profitiert.

Eine der größten Belastungen für Umwelt und Gesundheit

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Für Unternehmen aus Industrie und Baubranche bieten Investionen in Lärmschutz zahlreiche Gelegenheiten zur Umsatzsteigerung. (Bild: Charles Forerunner / unsplash.com)

Die Politik weiß es seit Langem: „Lärm ist zu einer bedeutsamen Umweltbelastung geworden, die erhebliche gesundheitliche Schäden verursacht“, so der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Präsentation des Lärmschutz-Tätigkeitsberichts. Ins gleiche Horn stößt die brandenburgische Politik als sie ihre Ergebnisse zur Umgebungslärmkartierung veröffentlichte. Lärm ist zu einem erheblichen Stressfaktor geworden. Wie Ergebnisse einer Umfrage, die das Bundesumweltamt hat durchführen lassen, zeigen, fühlen sich inzwischen 60 Prozent der Deutschen von lauten Geräuschen, wie sie zum Beispiel durch Straßenverkehrslärm verursacht werden, belästigt. Darüber hinaus konnte das Bundesumweltamt im Rahmen seiner Untersuchungen einen engen Zusammenhang zwischen Lärm und einer Erhöhung des Herzinfarktrisikos feststellen. Lärmschutz ist also Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Lärmschutz: Motor für die deutsche Konjunktur

Lärmschutz kann dadurch auch Motor für die deutsche Konjunktur sein. Das zeigt nicht nur das eingangs erwähnte Beispiel AMC Mecanocaucho. Durch den Einbau der vom Unternehmen angebotenen Schwingungsdämpfer kann die Lärmproduktion von Industriemaschinen erheblich reduziert werden.

Aber auch die Baubranche verzeichnet, dem Lärmschutz sei Dank, steigende Auftragszahlen. Bund und Länder investieren zunehmend in lärmarme Straßenbeläge, wie zum Beispiel wie Splittmastixasphalt. Dazu kommen die bekannten technischen Vorkehrungen wie Lärmschutzwälle und Lärmschutzwände und die Investition in passive Lärmschutzmaßnahmen an Gebäuden. Weitere Profiteure sind Anbieter von Lösungen für den öffentlichen Personennah- beziehungsweise Fernverkehr (ÖPNV / ÖPFV). So investieren Schienenbetreiber in lärmarme Fahzeuge. Als weiteres ist die Flugindustrie zu nennen. Unternehmen, die mit modernen und vor allem leisen Antriebstechniken aufwarten können, haben dadurch gegenüber der Konkurrenz erhebliche Wettbewerbsvorteile.

Diese Unternehmen werden für ihren jeweiligen Wirtschaftszweig zunehmend qualifizierte Fachkräfte nachfragen, was wiederum Auswirkungen auf Beschäftigungsquote und damit auf die Steuereinnahmen haben dürfte.

Ökologie und Ökonomie gehören zusammen

Wie schon das Beispiel Erneuerbare Energien zeigt, gehören schon seit Langem Ökologie und Ökonomie zusammen. Schon immer lag für Unternehmen die Kunst darin, Trends zu erkennen und seine Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) in den richtigen Sparten zu tätigen.

Christoph Schroeder

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