Wirtschaft

Eon will deutlich mehr sparen als bislang gedacht

Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat einen deutlich radikaleren Stellenabbau angekündigt, als bislang geplant. Weltweit sollen bis zu 11.000 der 79.000 Stellen wegfallen. Davon sind 6.500 Beschäftigte in Deutschland betroffen. Auch betriebsbedingte Kündigungen werden nicht ausgeschlossen. Mehrere Konzerntöchter werden aufgelöst und die Tätigkeiten und Beschäftigten in der Konzernzentrale in Essen zusammengeführt. Die Verwaltungsstandorte Düsseldorf, Hannover und München werden dafür deutlich verschlankt. Die Sparpläne sollen von 2015 an jährlich 1,5 Milliarden Euro einsparen. Die Einsparungen würden dabei voraussichtlich je zur Hälfte auf die Sachkosten und Personalkosten entfallen. Eon-Chef Teyssen will dem Aufsichtsrat sein Gesamtkonzept für die Sparmaßnahmen am 12. Dezember präsentieren.

Eon hat 2010 einen Umsatz von 94,8 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 7,1 Milliarden Euro erzielt. Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 111,2 Milliarden Euro. Der Wiedereinstieg in den Ausstieg aus der Atomkraft ließ das kurzfristig mit vermehrter Atomenergie kalkulierte Ergebnis für 2011 erwartungsgemäß einbrechen: Im zweiten Quartal 2011 sank der Gewinn um 71% auf 900 Millionen Euro. Eon senkte daraufhin seine Prognose für 2011. Nun wird ein bereinigtes Ebitda zwischen 9,1 und 9,8 Milliarden Euro und ein bereinigter Überschuss von 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro erwartet. Bislang war von einem bereinigten Ebitda von 10,7 bis 11,4 Milliarden Euro und einen bereinigten Überschuss von 3,0 bis 3,7 Milliarden Euro ausgegangen worden.
 

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