Wirtschaft

Eon will mit Milliarden bei der Privatisierung in Portugal zuschlagen

Deutschlands größter Energieversorger Eon will Medienberichten zufolge im Zuge der Privatisierung in Portugal den staatlichen Anteil an dem größten portugiesischen Energiekonzern Energias de Portugal (EDP) übernehmen. Lissabon hält 21% des zur Zeit mit 8,4 Milliarden Euro bewerteten Energieversorgers. Eon hat hierzu noch keine Stellungsnahme abgegeben, allerdings hatte Eon-Chef Johannes Teyssen bereits Mitte Oktober in einem Interview gesagt, Portugal sei ein interessanter Markt. Derzeit gebe es laut Informationen aus Lissabon insgesamt sechs Interessenten.

EDP hat rund 12.000 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug 2010 mehr als 14 Milliarden Euro, der Nettogewinn über 1,2 Milliarden Euro. Eon hat bei einem Umsatz von 94,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 7,1 Milliarden Euro realisiert. Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 111,2 Milliarden Euro.

Interesse besteht auch Seitens des brasilianischen Versorgers Cemig, der ebenfalls brasilianischen Eletrobras, der französischen GDF Suez, der chinesischen Three Gorges und des indischen Konzerns Birla.

Eon setzte im Zuge der Energiewende bislang mehr auf Veräußerungen und einer Restrukturierung als auf Zukäufe. Bis Ende 2013 sollen Beteiligungen im Volumen von 15 Milliarden veräußert werden, über die Hälfte wurde bereits umgesetzt. Zusätzlich sollen weltweit bis zu 11.000 der rund 85.000 Arbeitsplätze wegfallen, in Deutschland dürften rund 6.000 Stellen betroffen sein.

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