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Erfolgreich durch Schlaf

… aus der wöchentlichen Kolumne "Ganzheitliches Coaching auf Ihrem Weg zu sich selbst – Wie kann ich Blockaden lösen, um meine Lebensqualität zu verbessern und meine Leistungsfähigkeit zu steigern?" von Dr. Helga Rolletschek.

Unsere Großmütter wussten es noch: Ausreichend Schlaf ist Voraussetzung fürs Lernen. Sie bestanden auch darauf, dass der Schlaf vor Mitternacht der beste sei. Doch laut aktueller Studien schlafen wir heute im Schnitt 20% weniger als unsere Vorfahren, was daran liegt, dass wir länger arbeiten und abends mehr unternehmen. Dabei ist er für Leib und Seele, für die emotionale Balance, für Lernprozesse, für das Schlankbleiben und Schönsein ein absolutes Muss.

Im Schlaf durchlaufen wir zum einen Tiefschlafphasen, zum anderen die Traumphasen, auch REM (Rapid Eye Movement) Phasen genannt, die Phase, die durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist.

In den Tiefschlafphasen holt sich der Körper die notwendige Erholung. Hier laufen Reparatur-, und Regenerationsprozesse ab. Die Zellen werden gereinigt und repariert, Stoffwechselprodukte abtransportiert. Als Energiequelle für diese Tätigkeiten dient vor allem Fett aus den Fettzellen. Dazu sollte der Körper aber nicht im Schlaf gestört werden. Schon ein nächtlicher Toilettengang stoppt die Fettverbrennung. In den REM Phasen verarbeiten wir alle Eindrücke des Tages. Nicht von ungefähr kommt der Spruch, bei Ärger erst einmal darüber zu schlafen. Der Kampf um den Parkplatz ist am nächsten Tag in der Regeln vergessen.

Auch Lernprozesse werden in dieser Schlafphase aktiviert, was zu einer dauerhaften Speicherung im Langzeitgedächtnis führt. Verbindungen zwischen Neuronen werden verstärkt, zufällige Verbindungen gekappt. Das Gedächtnis funktioniert besser nach ausreichend Schlaf. Auch die Suche nach Problemen wird im Schlaf fortgesetzt, was dazu führen kann, dass wir einen Sachverhalt plötzlich verstehen oder einen Geistesblitz haben.

Das nächtliche Schlafmuster gliedert sich in 90-minütige Zyklen, die sowohl aus Tiefschlafphasen, als auch aus Phasen leichten Schlafs bestehen. Der Schlaf beginnt mit einer langen Zeitspanne des Tiefschlafs. Im Laufe der Nacht werden die Tiefschlafphasen kürzer, die Traumphasen länger.

Grund, dass wir abends müde werden, liegt in der Melatoninproduktion. Melatonin ist ein Hormon, welches aus dem Neurotransmitter Serotonin in der Zirbeldrüse gebildet wird, den viele als Glücksmacher kennen. Serotonin entsteht wiederum über die Aminosäure Tryptophan, welche wir mit der Nahrung aufnehmen (u.a. Eier, Bohnen, Bananen) Da die Zirbeldrüse über den Sehnerv mit der Außenwelt verbunden ist, wird Serotonin, sobald es dunkel wird, in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt. Melatonin bereitet den Körper auf die Nachtruhe vor: Blutdruck sinkt, Herz schlägt langsamer, Augen fallen zu.

Ein deutlicher Hell-Dunkel-Wechsel zwischen Tag und Nacht hilft, dass wir tagsüber aktiv und nachts schläfrig sind. Sorgen Sie für ein wirklich dunkles Schlafzimmer, denn schon die kleinste Lichtmenge stoppt die Melatoninproduktion. In der Früh sollte man aber ganz bewusst Licht tanken – eine Runde joggen oder zu Fuß zur Arbeit gehen? Auch regelmäßige Entspannungsübungen wie autogenes Training wirken sich positiv auf den Melatoninspiegel aus.

Also – schlafen Sie gut !

Ihre Helga Rolletschek

 

Zur Autorin:

Als Seminarrektorin ist sie zuständig für die Ausbildung von Referendaren. Als promovierte Biologin, Emotionscoach und Ernährungsberaterin gibt sie ihr Wissen seit vielen Jahren in einem bundesweit in hoher Auflage erscheinenden Elternratgeber über aktuelle Themen aus Gesundheit und Ernährung, Pädagogik und Psychologie weiter, hat über Verhaltensauffälligkeiten und Lernen publiziert und behandelt Klienten mit diversen Emotionsblockaden, wie u.a. Prüfungs-, und Auftrittsängsten, Zahnarztphobien, Flugängsten …

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