Energie & Umwelt

Erfolgreiches Pilotprojekt zur CO2-Speicherung in Australien

Die sogenannte CCS-Technologie (Carbon Capture and Geological Storage) zur Speicherung von CO2 im Boden ist stark umstritten. Befürchtet wird einerseits eine Kontaminierung des Grundwassers oder auch ein plötzliches Entweichen größerer Mengen, was die Lebewesen an der Oberfläche bedrohen würde. Nun hat ein australisches Modellprojekt dir grundsätzliche Eignung des Verfahrens bestätigt, allerdings unter der Voraussetzung einer geeigneten Lagerstätte.

Das australische CCS-Pilotprojekt Otway hat hierfür eine ausgebeutete Gaslagerstätte im Süden des Landes genutzt und rund 65.000 Tonnen CO2 in die Lagerstätte gepumpt. Die Ergebnisse wurden nun von dem federführenden Konsortium CO2CRC in der Zeitschrift "PNAS" veröffentlicht. Die Kernaussagen: Die Technologie lässt sich gut einsetzen, es kommt auf die Art der Lagerstätte drauf an und die Öffentlichkeit muss gut informiert und stets mit einbezogen werden. Gaslagerstätten hätten allein durch ihre Existenz bis in die Gegenwart hinein gezeigt, dass sie über die vergangenen rund 100 Millionen Jahre dicht geblieben sind. Sie würden sich daher für die CO2-Abscheidung und -Lagerung bestens eignen. In alten Öl- und Gasfeldern müssen dafür keine neuen Hohlräume geschaffen werden – die Poren seien bereits vorhanden und auch dicht.
 

 

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