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ErfolgsRessource Natur: Bionik für jeden Beruf und jederzeit (2)

… aus der inspirierenden Themenserie von Jörg Romstötter „ErfolgsRessource Natur – So heben Sie verborgene Leistungs- und Kreativitätsschätze Ihrer Mitarbeiter“. Nach Teil 2: „Bionik für jeden Beruf und jederzeit (1)“, folgt heute der dritte Teil: „Bionik für jeden Beruf und jederzeit (2)“.

Im vorigen Beitrag haben wir uns angesehen, was Bionik bedeutet und wie wir die Analogien der Natur bewusst nutzen können. Heute geht es darum, die Analogien zu erkennen und direkt in unseren Berufsalltag zu übertragen.

Gedankenstützen

Landwirtschaft, Ökologie, Landschaft, Natur
Allein die Betrachtung von Naturlandschaften oder -bildern hilft uns, gegen geistige Ermüdung vorzugehen. (Bild: berggeist007 / pixelio.de)

Gerade die Betrachtung von Ereignissen, die mit unserer Alltagswelt nichts zu tun haben, kann das entscheidende Initial für Lösungen sein. Da die Natur im Regelfall die bipolarste Umgebung zu unserer Arbeits- und Alltagswelt ist, ist es uns besonders gut möglich, eine unbewusste größtmögliche Distanz zu dieser herzustellen. Unser Gehirn liebt Abwechslung an äußeren Reizen. Unabhängig, wie wir diese subjektiv werten. Je intensiver die Reize, desto intensiver die Gehirnaktivität. Und desto eher besteht die Möglichkeit sich von begrenzter Gedankenweite und unfruchtbaren Gedankenkreise zu befreien.

Aus Untersuchungen wissen wir, dass städtische Landschaften zu kognitiv schnellerer Ermüdung führen und natürliche Landschaften geistige Ermüdung sogar reduzieren. Allein die Betrachtung von Naturbildern reduziert bereits Blutdruck, Puls, den Hautwiderstand und die Ausschüttung von Stresshormonen.

Was regt unsere Gedanken an und ist so Brücke von einer Gedankenwolke hin zu konkreten Überlegungen und Vorgehensweisen? Wie verhalten sich einzelne Tiere, Rudel oder Schwärme in verschiedenen Situationen? Wie verwandeln Pflanzen im Laufe eines Tages Ihre Erscheinung?

Wie ein Bach Hindernisse umfließt und wie stoisch große Steine in ihm liegen, wie die leckenden Flammen die Glut sprengen und der Wind in den Wipfeln rauscht, mag uns trivial erscheinen. Diese nicht alltäglichen Reizen bewusst wahr zu nehmen, eröffnet uns jedoch Gedankenräume, über die wir im Alltag nicht verfügen.

Analogien des eigenen Verhaltens in der Natur erkennen und direkt in den Berufsalltag übertragen

Dazu ist es wichtig, das eigene Verhalten so ehrlich als möglich zu reflektieren. In der Natur verhalten und bewegen wir uns ausgesprochen impulsiv. Am Reinsten, wenn wir alleine sind. Denn dann können wir uns hinter keinem anderen verstecken. Fühlen wir uns unbeobachtet und sind gleichzeitig starken Umweltreizen ausgesetzt, sind unsere Empfindungen unverfälscht und besonders intensiv. Wir handeln, wie uns wirklich zumute ist. Wir erkennen, was uns wirklich wichtig ist und wo wir unsere Schwerpunkte setzen wollen. Ganz ohne die Reaktionen anderer als Feedback zu nutzen. Wo ist das sonst möglich?

Wie wir uns in der Einsamkeit verhalten, im Idealfall ohne Einfluss von Menschen Gemachtem, so verhalten wir uns wirklich. Wir erkennen, weshalb wir vielleicht nicht besonders hohes Vertrauen genießen, uns nicht viel zugetraut wird, unsere Meinung nicht viel gilt oder unser Verhalten als rücksichtslos empfunden wird. Wer auf seinem Weg durch die Natur vor jedem Hindernis scheut wie ein Pferd, der tut dies – vielleicht unbewusst – im Business ebenfalls.

Neues Verhalten üben

Behinderndem eigenen Verhalten liegt immer eine Einstellung zu Grunde. Ändern wir unsere Einstellungen, ändert sich unser Verhalten. Das nehmen andere wahr und reagieren demnach anders. In der Natur können wir, quasi im geschützten Rahmen, unser Verhalten prüfen und gezielt neues Verhalten üben … Wer lernen möchte, direkter zu handeln, dem kann der geschützte Rahmen in der Natur helfen, denn das Handeln dort hat direkten Einfluss auf das eigene Wohlergehen und beeinträchtigt andere nicht direkt.

Chancen und Möglichkeiten

Die Natur lehrt uns auch, wie gut wir faktisch und psychisch vorbereitet an Dinge herangehen. Wagen wir uns  auch bei widrigen Verhältnissen hinaus? Wie gut können wir Chancen ergreifen und in Erfolge umsetzen? Tappen wir lieber zögerlich mit einem Fuß in den Bach oder nutzen wir unsere Schwungenergie und hüpfen mit schnellen Schritten über glatte Steine? Können wir kurzfristig Kräfte mobilisieren, um Hindernisse zu überwinden oder treten erst einmal nervös auf der Stelle? Bleiben wir immer auf vorgegebenen Wegen oder „lesen“ wir die Landschaft und haben Lust, unseren eigenen Weg zu finden?

Setzen wir uns – im förderlichen Einfluss der Natur – konstruktiv mit uns auseinander und vollbringen wir im geschützten Rahmen, was wir uns bisher nicht zugetraut hätten, stärken wir unseren Selbstwert erheblich. Ein hoher Selbstwert ist Voraussetzung für Kreativität. Denn Kreativität muss man sich vor allem zutrauen und zulassen. Damit ist die Natur die ideale Umgebung, sich selbst zu reflektieren, sich selbst zu beobachten und sich selbst zu erfahren. So unseren Erfahrungshorizont weiter zu stecken und echte Entdeckungen zu machen, die uns in unserem Erfolg unterstützen.

Seit Urzeiten war es üblich, allein in die Natur zu gehen, um sich selbst zu beraten, unterstützt von der stimulierenden Wirkung der Umgebung. Dabei ist es wichtig, auch tatsächlich länger in der Natur zu verweilen und sie auf sich wirken zu lassen. So trägt die Natur zu einer im Alltag nicht vorhandenen Erweiterung des Bewusstseins bei. Im nächsten Teil erfahren Sie, wie das geschieht und wie Sie das für sich und Ihren Erfolg im Business nutzen können.

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Über Jörg Romstötter:

ErfolgsRessource Natur
(Foto: © Jörg Romstötter)

Berge und Business sind die beiden großen Leidenschaften von Jörg Romstötter. In der zweitgrößten Agrarorganisation der Welt, den Maschinenringen, entwickelte er sich rasch vom Sachbearbeiter und Einsatzleiter für landwirtschaftliche Fachkräfte und Erntegroßtechnik zum Bereichsleiter mit Prokura. Nach einem einjährigen Abstecher in die Unternehmensberatung wurde er mit gerade 32 Jahren Vertriebsleiter und kurz darauf Geschäftsführer der neu gegründeten Maschinenring Personaldienste GmbH.

Während seiner Karriere diente die Natur zunächst nur als Erholungsraum nach fordernden Tagen und Wochen im Business. Dadurch lernte Romstötter sie als ErfolgsRessource kennen. Seither wendet der Speaker, Trainer und Coach diese Techniken Ziel gerichtet an, verfeinert sie und gibt sie an sein Publikum weiter.

Mehr über Jörg Romstötter auf seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter jörg-romstötter.com.

Christoph Schroeder

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