Wirtschaft

Ernst & Young: Kein Abschwung und keine Rezession

Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unter 700 mittelständischen Unternehmen hat eine nach wie vor gute Geschäftslage ergeben. 94% zeigten sich zufrieden, 45% bezeichneten die Geschäftslage sogar als uneingeschränkt gut, gegenüber 52% zu Jahresbeginn. Für das zweite Halbjahr rechnen 31% mit einer besseren Geschäftslage, 57% gehen von gleichbleibenden Geschäften aus, 12% von einem Rückgang. Allerdings zeigten sich 63% der Unternehmer von den Turbolenzen an den Börsen, dem anarchischen Finanzmarkt und der weitgehend inkonsistenten Linie der Politik in der Schuldenkrise verunsichert und befürchten eine neue Wirtschaftskrise. Peter Englisch, Leiter Mittelstand bei Ernst & Young, gibt jedoch Entwarnung:„Der Aufschwung in Deutschland hat seinen Zenit überschritten, die Geschäftslage ist aber nach wie vor ausgesprochen gut.“ Anders als es die Unternehmer erwarten, würde auch vieles gegen einen Abschwung oder gar eine Rezession sprechen. So müssten auch immer mehr Unternehmen Aufträge ablehnen, weil ihnen Personal fehlt – 60% beklagen Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Fachkräfte, 15% der befragten Unternehmen berichten sogar von erheblichen Einbußen von mehr als 5%. Laut Hochrechnungen summiert sich dies auf jährliche Einnahmeausfälle in der Höhe von 33 Milliarden Euro. 26% der Befragten planen daher weiterhin, ihr Personal aufzustocken, lediglich 9% wollen Stellen abbauen.

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