Technologie

Erstmals farbige Hologramme ohne aufwendige Lasertechnik

Um Farbhologramme aus allen Blickwinkeln bunt erscheinen zu lassen war bislang ein verhältnismäßig hoher technischer Aufwand nötig. Man musste zunächst nacheinander drei Hologramme mit rotem, grünem und blauem Laserlicht (= kohärentes Licht) aufzeichnen. Um das Hologramm dann farbig schillern zu lassen, müssen dann wiederum gleichzeitig ein roter, ein grüner und ein blauer Laserstrahl darauf gerichtet werden. Japanischen Forschern ist es nun gelungen, Farbhologramme erstens nur mit weißem Licht und zweitens ohne kostspieligen Laser nur mit einer normalen Halogenlampe sichtbar zu machen. Für diese neue Plasmon-Holografie muss der auf einer Glasplatte aufgebrachte holographische Film lediglich mit einer hauchdünnen Silberschicht bedampft werden und anschließend ein Prisma darauf gelegt werden. Trifft weißes Licht auf diese Oberfläche, lässt das Prisma je nach Auftreffwinkel nur die roten, grünen oder blauen Lichtanteile durch. Dadurch erscheint dann je nach Einfallswinkel entweder ein rotes, grünes oder blaues Hologramm. Daher muss das Prisma nun lediglich gleichzeitig mit drei Lichtstrahlen unter jeweils unterschiedlichem Einfallswinkel beschienen werden, damit drei einfarbige Hologramme gleichzeitig ausgesandt werden, die sich dann zu dem gewünschten farbigen Hologramm überlagern. Durch diese Entdeckung scheint die Entwicklung von holographischen 3-D Farbdisplays für Computer und Fernsehgeräte in einigen Jahren möglich. Auch könnten dann Gesprächspartner einer Videokonferenz künftig als farbige und detailreiche Hologramme im Raum schweben, eine Spezialbrille ist dafür dann nicht notwendig. Bereits im November 2010 wurde an der University of Arizona der Grundstein für bewegte Live-Hologramme gelegt.

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