Wirtschaft

EU investiert Milliarden in Forschung und Wachstum

Die EU-Kommission hat am 9. Juli die letzten Aufrufe zur Einreichung von Projektideen innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms gestartet. Mit über acht Milliarden Euro für innovative Projekte soll Europa für den globalen Wettbewerb gestärkt werden. Neben Innovation liegt der Fokus auf Gesundheit, Umweltschutz, Verstädterung und Abfallentsorgung.

An die drei Milliarden Euro sind durch Einzelzuschüsse des Europäischen Forschungsrats (1,75 Mrd. EUR) und durch Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen (963 Mio. EUR) für Ausbildung und Mobilität in der Forschung vorgesehen. Aber auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist das Programm attraktiv. Hier gibt es eine Förderung von knapp über eine Milliarde Euro.

Die Förderung steht Organisationen und Unternehmen in allen EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern offen. Sie stellt den Löwenanteil des vorgeschlagenen Forschungshaushalts der EU für 2013 dar, der insgesamt 10,8 Milliarden Euro beträgt. Zu den thematischen Forschungsprioritäten des 7. Forschungsrahmenprogramm gehören: "Der Ozean von morgen" mit etwa 155 Millionen Euro zur Unterstützung des nachhaltigen Wachstums in der Meereswirtschaft; "Intelligente Städte und Gemeinden" mit etwa 365 Millionen Euro für Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit städtischer Gebiete; die Bekämpfung der Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien mit etwa 147 Millionen Euro und innovative Lösungen zur Bewirtschaftung der Süßwasserressourcen mit nahezu 100 Millionen Euro.

Weiterführende Informationen

Das EU-Büro des Bundesforschungsministeriums bietet eine Zusammenstellung aller aktuellen thematischen Arbeitsprogramme an. Per Stichwortsuche können sie überprüfen, in welches Thema Ihre Projektidee passen könnte. Alle ausschreibungsrelevanten Unterlagen stehen auf dem Teilnehmerportal ("Participant Portal") der Europäischen Kommission zur Verfügung. Weitergehende Informationen zur Antragstellung erhalten Sie auf den Internetseiten des Portals zum 7. FRP und über die einzelnen zuständigen Nationalen Kontaktstellen in Deutschland.

Nützlicher Tipp

Die Förderdatenbank des Bundes (www.foerderdatenbank.de) informiert detailliert über die Förderungen und Finanzhilfen des Bundes, der Länder und der EU. Damit ist eine gezielte Onlinesuche in den rund 1.600 Förderprogrammen möglich. Ein Förderassistent unterstützt dabei die Suche nach den relevanten Fördermöglichkeiten und zeigt die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Förderprogrammen auf. Die Programme umfassen die Bereiche Technologie/Innovation, Energie und Umwelt, sowie Außenwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Existenzgründer/innen. Die einzelnen Förderprogramme werden dann in einer Kurzübersicht inklusive Merkblätter und als Volltext dargestellt, mit einer Checkliste lassen sich die wichtigsten Antragsvoraussetzungen überprüfen. Ergänzt wird das Angebot durch Informationen und Tipps zur Förder- und Finanzierungspraxis.

(mb)

 

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