Energie & Umwelt

EU-Kartellverdacht gegen Strombörsen, europaweite Durchsuchungen

Die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission vermutet ein Kartell bei den europäischen Strombörsen, das zu höheren Strompreisen für die Verbraucher geführt haben könnte. Am Dienstag durchsuchten die EU-Kontrolleure unangekündigt die Strombörsen in mehreren EU-Staaten. Da derzeit aber noch die Unschuldsvermutung gelten würde, teilte die EU-Kommission zunächst keine weiteren Details mit. Sollte sich herausstellen, dass die Strombörsen den freien Handel behindern, drohen Geldstrafen in der Höhe von bis zu 10% des Jahresumsatzes.

Betroffen sind unter anderem die EPEX Spot in Paris, eine Jointventure der Leipziger Strombörse EEX und der französischen Powernext, die den Spothandel (Strom für den kurzfristigen Bedarf) in Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz abdeckt. Von der Razzia ist auch die Nord Pool Spot betroffen, die nach eigenen Angaben führende Strombörse in Europa, die vier nordeuropäischen Versorgern gehört.
(mb)

 

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