Energie & Umwelt

EU-Kommission will 40 neue AKW bis 2030

Die EU-Kommission plant laut dem Entwurf für den „Energiefahrplan 2050“ der EU eine Renaissance der Atomkraft – allein 40 AKW sollen bis 2030 neu entstehen. Das Papier aus dem Ressort des deutschen EU-Energiekommissars Günther Oettinger bezeichnet die Atomkraft als „wichtigen Faktor“, sie stehe momentan für den größten Anteil an CO2-freier Energie – zu vergleichsweise geringen Kosten. Bedenken der Öffentlichkeit über die Risiken der Atomenergie und über die Probleme um die weiterhin ungelöste Endlagerung seien lösbar: „Eine neue Generation der Atomtechnik könnte helfen, die Abfall- und Sicherheitsbedenken zu adressieren.“ Demnach seien auch Subventionen für Neuinvestitionen in Atomkraftwerke möglich, ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für grünen Strom in Deutschland.

Berlin ging bereits auf Konfrontationskurs zu Brüssel: Das Strategiepapier ignoriere die Energiewende und legitimiere die Atomkraft neu. Auch der Sachverständigenrat der Bundesregierung hat den Energiefahrplan der EU-Kommission bereits Anfang November 2011 stark kritisiert und unter anderem falsche Berechnungsmethoden vorgeworfen: Einzelberechnungen für 36 Länder Europas und Nordafrikas hätten ergeben, dass eine vollständig regenerative Stromversorgung bis 2050 schon zu Durchschnittskosten von 65 Euro pro Megawattstunde erreicht werden kann: „Damit werden die erneuerbaren Energien auch europaweit der kostengünstigste Energieträger in der EU.“ Diese Berechnungen liegen deutlich unter den angeblich zu pessimistischen Berechnungen für die geplante „Energy Road Map 2050“.

 

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