Energie & Umwelt

EU lässt Import von radioaktiv verstrahlten Lebensmitteln zu

Die EU hat mittels einer Eilverordnung die Grenzwerte für radioaktive Belastung für den Import von Lebensmitteln aus Japan erhöht. Bislang galt ein Höchstwert von 600 Becquerel/Kilogramm (Bq/kg) für die kumulierte Radioaktivität von Cäsium 134 und Cäsium 137 in Lebensmitteln. In der Eilverfügung wurden die Höchstgrenzen auf 400 Bq/Kg für Säuglingsnahrung, auf 1000 Bq/Kg für Milchprodukte und auf 1250 Bq/Kg für alle anderen Nahrungsmittel erhöht. Bei Lebensmitteln mit einer so genannten geringeren Bedeutung wie Knoblauch, Zimt oder Fischöl ist sogar der bis zu 20-fach erhöhte Wert zugelassen. Dadurch wird es nun auch möglich, bislang über den Grenzwerten liegende Lebensmittel aus der Umgebung von Tschernobyl einzuführen. In der Kritik steht auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), da sie für die Anhebung keine Begründung gegeben hat. Thilo Bode, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch: „Die Ministerin redet nur von verstärkten Kontrollen und verschweigt, dass gleichzeitig die Sicherheitsstandards für japanische Lebensmittel gesenkt wurden. Frau Aigner enthält der Öffentlichkeit wichtige Informationen vor – so gewinnt sie sicher nicht das Vertrauen der Bürger.“
 

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