Wirtschaft

EU-Parlament gibt grünes Licht für europaweite Maut bei Lkws

Nach dem Willen des EU-Parlaments soll der Schwerlastverkehr in Europa künftig für Lärmbelastung und Umweltverschmutzung zahlen. Nach jahrelangen Verhandlungen stimmte die Volksvertretung am Dienstag für die die sogenannte „Eurovignette“ für den Güterschwerverkehr. Die EU-Maut soll nur Lkw über 12 Tonnen betreffen, auf höchstens 4 Cent pro Kilometer beschränkt sein und ist für die EU-Mitglieder keine Pflicht – jedes Land darf hier selbst entscheiden. Die Abgabe soll zudem je nach dem Verkehrsaufkommen gestaffelt sein: Bei Stosszeiten und viel Verkehr kann die Maut daher um bis zu 175 Prozent teurer werden. Als Bedingung legte das EU-Parlament fest, dass 15 Prozent der Mauteinnahmen in transeuropäische Verkehrsnetze investiert werden müssen. Elf der 27 EU-Mitglieder erheben bereits eine Lkw-Maut, darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien. Finanzminister Schäuble brachte die Autobahnmaut 2010 rund 4,5 Milliarden Euro ein.
 

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