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EU-weite Ausschreibung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Berlin gestartet

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat heute eine EU-weite Ausschreibung für die Erweiterung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge veröffentlicht. Mit diesem in Deutschland erstmalig durchgeführten Verfahren soll die Ladeinfrastruktur in Berlin auf 300 Ladeeinrichtungen bis zum Ende des Jahres 2013 und auf 800 bis Ende 2015 erhöht werden.

Senator Müller „Die Bereitschaft des Landes Berlin, die Erweiterung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur europaweit auszuschreiben ist ein Signal an die Industrie und die Flottenbetreiber in der Stadt, dass Berlin seine Rolle als Leitmetropole in Europa für Elektroverkehr konsequent wahrnimmt. Berlin schafft so die Voraussetzungen für Carsharing-Unternehmen und andere gewerbliche Flottenbetreiber, Elektrofahrzeuge in Ihre Flotten einzuführen und die Hauptstadt als „Labor“ des Elektroverkehrs zu etablieren.“

Berlin wird seitens der Bundesregierung als eines von insgesamt vier „Schaufenstern für Elektromobilität“ gefördert werden. Ziel des Vergabeverfahrens ist es daher, schnellstmöglich und rechtzeitig die infrastrukturseitigen Voraussetzungen für die Einführung von Elektrofahrzeugen zu schaffen.

Neben den „klassischen“ Ladesäulen mit einer bis mehreren Anschlussmöglichkeiten sollen auch andere Ladetechniken, die z.B. an den Außenwänden von Gebäuden installiert werden, zum Einsatz kommen. Ladesäulen am Straßenrand sollen durch Ladeinfrastruktur auf privatem, öffentlich zugänglichem Grund ergänzt werden. Auch ein Teil der Masten der Straßenbeleuchtung kann unter bestimmten Voraussetzungen als Ladepunkt nachgerüstet werden.
Zur Errichtung einer großen Zahl zusätzlicher Ladeeinrichtungen innerhalb kurzer Zeit ist eine intensive Zusammenarbeit von Senat, Bezirken und den zu beauftragenden Unternehmen notwendig.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat für die Vergabe ein innovatives Verfahren gewählt. Die potentiellen Bieter müssen ihr Teilnahmeabsicht bis zum 23.11.2012 erklären. In der nachfolgenden Dialogphase wird ein realisierbares Konzept mit den Bietern erarbeitet. Nach erfolgter Definition des Auftrags werden die Bieter zur Angebotsabgabe aufgefordert. Senator Müller. „Mit diesem innovativen Dialogverfahren will ich die Kreativität von Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen nutzen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Mein Ziel ist eine bedarfsorientierte Erweiterung der Ladeinfrastruktur bei möglichst geringem Zuschussbedarf der öffentlichen Hand.“

Ziel ist die Vertragsunterzeichnung im Sommer 2013 mit danach sofortigem Beginn des Infrastrukturaufbaues. Die Ausschreibung ist veröffentlicht im EU-Amtsblatt und auf der Vergabeplattform

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Christoph Schroeder

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