Wirtschaft

EU-Wettbewerbskommission deutet Veto gegen Börsenfusion an

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hat bedenken gegen die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der Nyse Euronext zum weltgrößten Börsenkonzern geäußert, befürchtet wird eine zu starke Marktmacht und ein Derivate-Monopol: „In diesem speziellen Fall machen wir uns Sorgen, dass ein sehr großer Mitspieler die Derivate-Märkte in Europa monopolisieren könnte.“ Die EU werde keine Fusion akzeptieren, die den Marktzugang oder die Flexibilität der Nutzer begrenzen würde. Bis zum 13. Dezember will die EU-Kommission nun bekanntgeben, ob und unter welchen Bedingungen sie den Zusammenschluss zulässt. Eventuell werden auch die Abgabe von Geschäftsbereichen oder Auflagen für den Derivate-Handel gefordert.

Erst Anfang der Woche hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) grünes Licht für den Zusammenschluss der beiden Börsen gegeben. Allerdings stehen noch zahlreiche weitere Prüfungen aus. Insgesamt 40 europäische und US-amerikanische Wettbewerbs- und aufsichtsrechtliche Behörden müssen dem Deal zustimmen.

(Für Details der geplanten Fusion siehe unter anderem das Dossier auf Spiegel-Online.)
 

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