Wirtschaft

EU will CO2-Grenzwerte für Autos schneller reduzieren

Der bislang vereinbarte Fahrplan zur Reduzierung der CO2-Emissionen von Neuwagen in der EU sieht eine stufenweise Absenkung des Grenzwertes vor. Bis 2015 muss die Autoindustrie den Durchschnitts-Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer voll erreichen. 2012 müssen 65% der Neuwagen eines Herstellers dieses Ziel erreichen, 2013 steigt die Zahl auf 75% und 2014 dann auf 80%. Bei einem Überschreiten der Grenzwerte werden von 2012 an Geldstrafen fällig.

Nun will die EU-Kommission die Verringerung des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen noch weiter beschleunigen und bringt hierfür Anreize ins Spiel. Mit sogenannten CO2-Emissions-Krediten für „Öko-Innovationen“ sollen Anreize gesetzt werden, um das Ziel von 130 Gramm um weitere sieben Gramm abzusenken. Die Kommission wird nun detaillierte technische Richtlinien ausarbeiten, wie Autoproduzenten ihre FuE-Tätigkeit (Forschung und Entwicklung) so setzen können, damit sie als Öko-Innovationen anerkannt werden. Die Innovationen werden dann mit den EU-Krediten gefördert und sollen dazu beitragen, den Antrieb der Fahrzeuge zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken, was zu einer weiteren, stärkeren CO2-Reduktion führt. Bedingung für die Anrechnung ist allerdings, dass die Technik neu auf dem Markt sei und zu „bedeutenden“ Einsparungen von CO2 führe und auch nicht anderweitig in die Messung der Emissionen einfließe.

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