Wirtschaft

Euro-Finanzminister gehen ins Detail

Nach den drei Gipfeln zur Euro-Krise innerhalb der letzten elf Tage treffen sich die 17 Euro-Finanzminister an diesem Montag, um die Details des ausgehandelten Rettungsplans fest zu machen. Die grundsätzliche Einigung und die skizzierten Beschlüsse des Euro-Gipfel-Marathons waren allgemein positiv aufgenommen worden: Die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch bewerteten den Euro-Rettungsschirm EFSF nach den jüngsten Beschlüssen der Staats- und Regierungschefs mit der Bestnote AAA. Laut EFSF-Chef Klaus Regling zeige die Bestätigung der höchsten Kreditwürdigkeit „das Vertrauen in die Strategie der Euro-Zone, um die Finanzstabilität wieder herzustellen“. Kernelemente der Verhandlungen waren ein Schuldenschnitt für Griechenland in Höhe von 50%, sowie die Erhöhung der Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds EFSF.

Bei dem Treffen am heutigen Montag geht es nun vor allem um den Hebel für den Rettungsschirm EFSF, mit dem dessen Schlagkraft auf über eine Billion Euro erhöht werden soll. Durch diese „Versicherungslösung“ sollen Staatsanleihen von Krisenstaaten wieder attraktiver für Investoren werden, deren Zinsen also sinken. Weiteres Detail wird die Ausgestaltung der Kapitalspritzen für europäische Banken im Volumen von bis 100 Milliarden Euro. Diese werden benötigt, falls Banken durch den Schuldenschnitt für Griechenland in Höhe von 50% zu sehr geschwächt werden. Als drittes Thema steht eine bessere Überwachung und eine strengere Aufsicht über die Haushaltsdisziplin der Euro-Länder auf der Tagesordnung.

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