Wirtschaft

Europäischer Rettungsschirm beflügelt Wall Street

Je sicherer das Durchkommen der Euro-Rettung, desto mehr werden die Anleger an der Amerikanischen Börse motiviert. Nachdem Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Sonntag ein deutsch-französisches Gesamtpaket zur Lösung der Schuldenkrise vereinbart hatten, verbesserte sich die Stimmung an der Wall Street erheblich. Zum Wochenstart erreichte der US-Leitindex ein Plus von drei Prozent, der stärkste Handelstag seit sechs Wochen. Die Technologiebörse Nasdaq verbuchte eine Steigerung von 3,5%. "Die positiven Nachrichten aus der Euro-Zone sorgen für Zuversicht. Je klarer die Pläne für die Euro-Rettung werden, desto mehr Hoffnung haben die Anleger", so Andre Bakhos, Chefanalyst von Lek Securities in New York, zu dem Wachstum. Die angekündigte Verstaatlichung der französisch-belgischen Bank Dexia soll ebenfalls zu diesem Höhenflug beigetragen haben. Vor allem Finanzinstitute wie die Bank of America und JP Morgan gewannen um mehr als 5%.

Der erweiterte Rettungsschirm steht kurz vor seiner Legitimation. Malta hat als vorletztes Land für den 780 Milliarden Euro schweren Stabilisierungs-Fond gestimmt. Das einzige EU-Land, dass jetzt noch über ihn abstimmen muss, ist die Slowakei. Für den Rettungsschirm ist die Zustimmung aller Staaten der Eurozone nötig. Bisher war die Regierung in der Slowakei jedoch weit von einer Einigung entfernt.

 

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