Wirtschaft

Ex-Bundesbankpräsident geht lieber zur schweizer UBS als zur Deutschen Bank

Der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber galt nach seinem überraschenden Rücktritt Anfang des Jahres als möglicher Nachfolger von Josef Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank. Zuvor muss von einem Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft eine Karrenzzeit eingehalten werden, um etwaige Interessenkonflikten vorzubeugen. Weber ist daher zurzeit als Professor in Chicago. In der Regel ist eine „Abkühlphase“ von rund einem halben Jahr üblich. Die NGO Lobbycontrol wertet diese Zeitspanne allerdings als viel zu kurz. Ihrer Meinung nach müsste Weber vor einem Wechsel in die Privatwirtschaft mindestens drei Jahre warten. Der Wechsel sei laut Lobbycontrol höchst problematisch, da Weber als ehemaliger Bundesbank-Chef einer Privatbank privilegierte Zugänge zur Politik und zur Finanzaufsicht ermöglichen würde. Auf diesen privilegierten Zugang muss der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank nun allerdings verzichten. Weber soll Medieninformationen zufolge Verwaltungsratschef der schweizer Großbank UBS werden. Er soll auf der nächsten ordentlichen Generalversammlung im Mai 2012 zunächst als Vizepräsident gewählt werden. 2013 soll er dann den derzeitigen Verwaltungsratschef Kaspar Villiger ablösen.
 

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