Wirtschaft

Ex-Chef Claassen fordert 265 Mio. Dollar von insolventer Solar Millennium

Der nur 74 Tage als Unternehmenschef im Amt gewesene Manager Utz Claassen fordert von dem mittlerweile insolventen Kraftwerksbauer Solar Millennium einen Schadensersatz in der Höhe von 265 Millionen Dollar. Die Klage wurde in den USA eingereicht. Grund sei, dass das Unternehmen die Reputation von Claassen als Manager durch rufschädigende Äußerungen nach dessen schnellem Ausscheiden aus dem Unternehmen nachhaltig beschädigt habe. Claassen sei damals nach eigenem Bekunden wegen angeblicher Fehlinformationen im Rahmen seiner Einstellung nach nur zweieinhalb Monaten wieder gegangen. Die Antrittsprämie von neun Millionen Euro hatte er allerdings behalten

Solar Millennium musste im Dezember 2011 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen aus Düsseldorf hatte sich mit riesigen Kraftwerksprojekten übernommen (u.a. ein 1.000 MW-Solarpark in den USA) und ist dem Verdacht ausgesetzt, die Unternehmenszahlen geschönt zu haben. Das Insolvenzverfahren, das nun auch für die US-Tochter eingeleitet wurde, reduziert dabei Claassens Aussichten, die geforderte Summe auch zur Gänze zu erhalten. Am Ende dürfte er wohl nur einen Bruchteil der Summe erhalten.
(mb)

 

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