Wirtschaft

Ex-VW-Chef Pischetsrieder wegen massiver Steuerhinterziehung vor Gericht

Erfolg und Ehrlichkeit gehen nicht immer Hand in Hand. In Fragen der Steuerehrlichkeit hatte dies prominent der frühere Post-Chef Klaus Zumwinkel aufgezeigt. Er wurde im Januar 2009 wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt. Er habe zwischen 2002 und 2006 über eine Stiftung in Liechtenstein knapp 970.000 Euro an Steuern hinterzogen. Die Summe, um die Zumwinkel den Fiskus und die Gesellschaft trotz seines hohen Einkommens betrogen hatte, war sogar noch weitaus höher, allerdings waren die weiteren Fälle aus früheren Jahren bereits verjährt und somit nicht Gegenstand des Verfahrens.

Nun muss sich ab dem heutigen Montag ein weiterer prominenter deutscher Top-Manager wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Der ehemalige Chef von Volkswagen, Bernd Pischetsrieder, soll die Gesellschaft zwischen 2000 und 2003 insgesamt um einen sechsstelligen Steuerbetrag geprellt haben. Unter anderem gehe es dabei um ein Haus des 63-Jährigen am Chiemsee. Für den Prozess am Landgericht München II wurden nur zwei Tage angesetzt, so dass das Urteil bereits am Dienstag fallen könnte.

Pischetsrieder war von 1993 bis 1999 Vorstandsvorsitzender von BMW und ab 2002 Nachfolger von Ferdinand Piech als Chef bei VW. 2006 wurde er allerdings von dem VW-Patriarch und Aufsichtsratschef Piech öffentlich demontiert und trotz eines bis 2012 laufenden Vertrages über Nacht gefeuert.

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