Technologie

Extrem harte Nano-Keramik als Zahnersatz entwickelt

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Otto-Schott-Institut haben Glaschemiker ein neuartiges Material auf Basis nanokristalliner Struktur hergestellt, das rund fünfmal härter als bisherige Zahnersatzkeramiken ist. Die Nanopartikel verleihen dabei der Glaskeramik ihre außergewöhnliche Festigkeit und zugleich die leicht transluzente Farbe. Durch die neuen optischen Eigenschaften eignet sich der Stoff überhaupt erst für die Zahnmedizin. Das bisherige Anwendungsfeld für die hochfesten Keramiken lag vor allem im Bereich von Computerfestplatten.

Für das extrem harte Material werden zunächst die Ausgangskomponenten Magnesium-, Aluminium- und Siliziumoxid bei 1.500 °C geschmolzen, anschließend zerkleinert und erneut auf rund 1.000°C erhitzt. Dadurch bilden sich Nanokristalle, die für die Festigkeit des Produkts und dessen Transparenz ausschlaggebend sind. Letzteres ist dafür verantwortlich, dass die Keramik wie ein natürlicher Zahn wirkt.
 

 

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