Neue Medien

Facebook unterstützt Kampf gegen Rechtsextremismus

Facebook hat scheinbar aus der harten Kritik gelernt. Bereits seit Jahren klagen Initiativen gegen Rechtsextremismus darüber, dass der Umgang des sozialen Netzwerks mit neonazistischen Profilen und Gruppen äußerst lasch sei. Höhepunkt war ein Bericht des ARD-Magazins „Fakt“ im Sommer letzten Jahres, in dem wiederholt auf die Mängel in der Bearbeitung von gemeldeten Accounts hingewiesen wurde.

Nun hat sich Facebook offenbar eines Besseren besonnen. Die Initiativen „Internationale Wochen gegen Rassismus 2012“ und „Hamburg steht auf!“ werden unterstützt. Zudem strebt das Netzwerk eine Kooperation mit „Laut gegen Nazis“ und „Netz gegen Nazis“ an. Ziel der Zusammenarbeit soll es sein, eine Broschüre zu entwickeln, die es den Lesern vereinfacht, rechtsextreme Profile in sozialen Netzwerken zu erkennen. „Netz gegen Nazis“ hatte bereits eine Studie zum Verhalten rechtsextremer Akteure auf social media-Plattformen herausgebracht, die u.a. auch von Google Deutschland unterstützt wurde.

„Laut gegen Nazis“ äußerte sich wohlwollend zum Sinneswandel von Facebook. Vor allem wurde die Löschoffensive des Netzwerkes in Bezug auf neonazistische Accounts gelobt: „Festzustellen war, dass “Facebook”-Deutschland die Kritik von Userinnen und Usern sowie Initiatvien sehr ernst nimmt. Beispielsweise meldeten wir die uns zugespielten ca. 2.000 Naziportale direkt an das Unternehmen, die dann sogleich sehr schnelll aus dem “Social Network”-Portal entfernt wurden. Auch das von Nazis betriebene Profil “Keine Gnade für Kinderschänder” konnte auf Druck der Userinnen und User erfolgreich entfernt werden.“

(sm)

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