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Fachkräfte-Offensive: Deutschlands Fachkräftebedarf langfristig sichern

BMWi, BMAS und BA erweitern Internetangebote der Fachkräfte-Offensive

Fachkräfte / Bild: BMWi
Bild: BMWi

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, gaben heute den Startschuss für die neuen Angebote auf den Internetportalen www.make-it-in-germany.com und www.fachkräfte-offensive.de der Fachkräfte-Offensive. Neu beim Willkommensportal für Fachkräfte im Ausland „Make it in Germany“ ist eine auf Engpassberufe zugeschnittene Jobbörse der BA sowie eine Weltkarte „Deutschland vor Ort“ mit Ansprechpartnern und Angeboten deutscher Institutionen weltweit. Ausländische Studierende erhalten Tipps für den Berufseinstieg. Im Portal der Dachkampagne gibt der „Werkzeugkasten“ einen Überblick über Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung und -sicherung, die für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt wurden. Neu ist auch der „Netzwerk-Navigator“ – eine interaktive Deutschlandkarte, auf der Netzwerke zur Fachkräftesicherung dargestellt werden.

Rösler: „Um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, brauchen wir auch internationale Fachkräfte. Aufgrund des demografischen Wandels werden die inländischen Potenziale nicht ausreichen. Ich freue mich, dass zuletzt mehr Fachkräfte aus Europa zu uns gekommen sind. Wir müssen allerdings weltweit Fachkräfte für Deutschland begeistern. Dies ist eine langfristige Aufgabe. Hier spielt unser erfolgreich angelaufenes Willkommensportal eine wichtige Rolle. Von den mehr als 415.000 Besuchern stammen 85 Prozent aus dem Ausland. Das zeigt, dass unser Signal einer offenen Willkommenskultur ankommt. Wir haben unser Angebot heute erweitert, damit die Vorzüge Deutschlands, z.B. der weltweit erfolgreiche Mittelstand, stärker zur Geltung kommen.“

von der Leyen: „Ich freue mich, dass der deutsche Arbeitsmarkt auch international an Attraktivität gewinnt. Wenn gut qualifizierte Fachkräfte kommen und bleiben, dann nutzt das der Wirtschaft und schafft weitere Arbeitsplätze im Land. Deutschland hat bei der Fachkräftesicherung die besten Karten, wenn die Hürden für Interessenten im In- und Ausland so niedrig wie möglich sind. Inzwischen gibt es mehr als 850 regionale Netzwerke, in denen Firmen, Arbeitsverwaltungen, Kammern und andere gemeinsam daran arbeiten, Fachkräftepotenziale zu finden, Menschen zu qualifizieren und in vakante Jobs zu vermitteln. Sie alle nutzen das erweiterte Internetangebot der Fachkräfte-Offensive.“

Weise: „Wenn nichts unternommen wird, könnten dem Arbeitsmarkt bis 2025 demografiebedingt bis zu sechs Millionen Menschen weniger zur Verfügung stehen. Wir müssen daher neben allen inländischen auch gezielt ausländische Fachkräftepotenziale aktivieren. Mit der neuen Jobbörse haben wir die Attraktivität des Willkommensportals erhöht. Als hilfreich erweist sich auch unsere mehrsprachige BA-Hotline auf dem Portal. Im November haben wir über 100 Fachkräfte aus dem Ausland beraten.“

Die im Juni 2012 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der BA initiierte Fachkräfte-Offensive begleitet und ergänzt das Fachkräftekonzept der Bundesregierung. Ziel ist es, die Öffentlichkeit, Unternehmen und Fachkräfte zur Fachkräftesicherung zu sensibilisieren und Lösungswege aufzuzeigen. Das Portal zur Dachkampagne der Fachkräfte-Offensive bündelt unter Leitung des BMAS wichtige Serviceangebote für deutsche Unternehmen und Fachkräfte zum Thema Fachkräftesicherung. Das mehrsprachige Willkommensportal „Make it in Germany“, welches federführend vom BMWi umgesetzt wird, wirbt weltweit um Fachkräfte, vor allem aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und Gesundheit. Es zeigt, wie Fachkräfte erfolgreich ihren Weg nach Deutschland gestalten können und präsentiert Deutschland als ein gastfreundliches und vielfältiges Land. Begleitet wird das Willkommensportal durch Pilotprojekte in Asien, mit dem Ziel, Fachkräfte bereits vor Ort durch Beraterinnen und Berater bei der Jobsuche und Einreise zu unterstützen.

Marc Brümmer

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