Deutschland

Fachkräftebedarf bis 2030: Auch im mittleren Qualifikationsbereich kann es eng werden

Laut dem prognostizierten Fachkräftebedarf bis 2030 drohen nicht nur bei den Hochqualifizierten langfristig Engpässe, sondern auch bei mittleren Qualifikationen. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Benötigtes Arbeitsvolumen nach Qualifikationen / IAB

Eine Berufsausbildung beispielsweise in den Gesundheits- und Sozialberufen eröffnet daher auch auf längere Sicht sehr gute Beschäftigungschancen, erklären die Arbeitsmarktforscher. Die Beschäftigungschancen werden sich aber auch zukünftig je nach Bereich deutlich unterscheiden. So werde es beispielsweise im Bereich Verkehr, Lager und Transport sowie bei Sicherheits- und Wachberufen insgesamt auch langfristig kaum zu größeren Engpässen kommen, erwarten die Arbeitsmarktforscher.

Bei einzelnen Berufen in diesen Segmenten könne es aber trotzdem Bewerbermangel geben: Die der Studie zugrundeliegenden Simulationsrechnungen beziehen sich nur auf die Gesamtentwicklungen in größeren Bereichen, nicht auf einzelne Berufe.

In einigen Bereichen, in denen der Arbeitskräftebedarf deutlich steigen wird, werden Ausgleichsprozesse längerfristige Engpässe verhindern. Bei vielen Tätigkeiten im Bereich Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe beispielsweise handelt es sich um einen sogenannten Jedermann-Arbeitsmarkt: Gibt es hier Arbeitskräfteengpässe, kommen auch Bewerber ohne entsprechende Berufsausbildung in Frage.

Die IAB-Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb1812.pdf

(IAB 2012)

Marc Brümmer

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