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Fachkräfteforum „Familienfreundliches Sachsen“ – Familienfreundlichkeit als Standortvorteil

Staatsminister Sven Morlok (SMWA) und Staatsministerin Christine Clauß (SMS) haben heute das Fachkräfteforum „Familienfreundliches Sachsen“ eröffnet. Familienfreundlichkeit ist ein wesentlicher Standortvorteil, mit dem die Unternehmen beim Wettbewerb um die besten Köpfe punkten können.

Bild: happy-baby.info

„Um den zunehmenden Fachkräftebedarf abzudecken, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einer zentralen Herausforderung geworden. Insbesondere die Erhöhung der Erwerbs- und Beschäftigungsquoten von Frauen stellt dabei eine wesentliche Komponente dar“, so Staatsminister Sven Morlok. Daher ist auch das Engagement der Unternehmen gefragt, entsprechend ihrer Möglichkeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

„Wir alle sind heute hier, weil uns ein gemeinsames Ziel eint: Wir wollen, dass Sachsen das familienfreundlichste Land in Deutschland ist. Deswegen hat sich die Sächsische Staatsregierung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als eines ihrer wichtigsten Themen gesetzt. Dabei ist neben der Kinderbetreuung die Pflege von Angehörigen wichtiger denn je“, betonte Sozialministerin Christine Clauß. Denn schon heute würden in sächsischen Familien mehr Familienmitglieder gepflegt als Kinder erzogen. „Auch hier brauchen wir gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Pflege“, so Clauß.

In Form von ausreichend qualitativ hochwertigen und zeitlich auf den Bedarf der Eltern abgestimmten Betreuungsmöglichkeiten stellt der Freistaat die entsprechenden Rahmenbedingungen bereit. Im aktuellen Haushaltsentwurf wurden die Mittel für Kita-Investitionen gerade um je 15 Millionen Euro aufgestockt. Damit sollen für den Kita-Ausbau in den kommenden beiden Jahren knapp 106 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Im Rahmen eines Modellprojekts für mehr Personal in Kitas und zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte will die sächsische Staatsregierung 2013 und 2014 jährlich fünf Millionen Euro investieren. Mit dem Förderprogramm des Landes „Flexible und längere Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen“ wurden bereits erste positive Erfahrungen gesammelt.

Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurden Fragen zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie, Erwerbstätigkeit und Pflege sowie Praxisbeispiele familienfreundlicher Personalpolitik diskutiert. Die Staatsregierung wird die Anregungen aus dem intensiven Austausch zwischen den Akteuren aus den unterschiedlichsten Bereichen aufgreifen, auswerten und in zukünftige Maßnahmen einfließen lassen.

Hintergrund:

Um auch in Zukunft den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu sichern, hat die sächsische Staatsregierung die Fachkräftestrategie Sachsen 2020 erarbeitet. Ein breiter öffentlicher Dialog ist zentraler Teil dieser Strategie. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr lädt deshalb regelmäßig zu Fachkräfteforen ein. Ziel der halbjährlich stattfindenden Fachkongresse ist der Austausch von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit zu den verschiedenen Handlungsfeldern der sächsischen Fachkräftepolitik. Den sehr erfolgreichen Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete das Fachkräfteforum „Zuwanderung“ im Mai dieses Jahres. Im Mittelpunkt des nächsten Fachkräfteforums, das am 2.und 3. Juli 2013 in Leipzig stattfindet, wird die duale Ausbildung stehen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sachsen

Christoph Schroeder

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