Wirtschaft

Fachkräftemangel: „Zunächst massiv in Deutschland in Bildung investieren“

Zurückhaltend bewertet Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), den Vorschlag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, den deutschen Fachkräftebedarf auch über Auszubildende aus Spanien abzudecken.

Dringlicher sei es, zunächst massiv in die Bildung in Deutschland zu investieren, sagte er den "Bremer Nachrichten": "Die demografische Entwicklung und sinkende Schulabgängerzahlen werden zur Herausforderung. Ganz wichtig ist es deshalb, die Ausbildungsreife zu steigern und die Zahl der Schulabbrecher zu verringern."

Das Fehlen von Fachkräften werde mehr und mehr zum Geschäftsrisiko für die Betriebe in Deutschland. Driftmann: "Um künftige Wachstumsperspektiven nicht aufs Spiel zu setzen, müssen wir unsere Beschäftigungspotenziale noch besser nutzen. Die Unternehmen wollen in erster Linie ihre Anstrengungen im Bereich der Ausbildung weiter intensivieren."

Er werbe deshalb explizit für die duale Ausbildung, eine echte Alternative zum Studium, sagte der DIHK-Präsident. "Was viele junge Leute vielleicht gar nicht wissen: Wer sich für diesen Weg entscheidet, dem bieten sich nicht nur interessante und anspruchsvolle Berufe, sondern auch eine Vielzahl von Karrierechancen. Denn Unternehmen ist Praxisnähe ganz wichtig."

Weiterführende Informationen:

Die Landesregierung von Baden Württemberg hat im Juni 2012 die Informationskampagne „Meine Ausbildung. Meine Zukunft – gut-ausgebildet.de“ gestartet. Auf der entsprechenden Website www.gut-ausgebildet.de werden die häufigsten Fragen zu den gängigsten Ausbildungsberufen sowie auch allgemein zum Thema Ausbildung beantwortet. 40 Kurzfilme stellen dabei Ausbildungsberufe von A wie Altenpfleger bis Z wie Zimmerer vor. Die Filme sind auch auf dem Internetkanal Youtube zu finden. Ergänzend dazu bietet facebook.com/gut-ausgebildet die Möglichkeit, Antworten auf spezielle Fragen zu bestimmten Ausbildungsberufen zu bekommen.

 

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