Regionales

Fachkräftesicherung an regionale Anforderungen anpassen

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. hat bei der Präsentation ihrer Studie „Arbeitslandschaft 2030“ in Straubing ihre Prognose von 2008 bekräftigt, wonach bereits 2015 in Bayern über eine halbe Million Fachkräfte fehlen werden. „Die Studienergebnisse von vor der Krise decken sich mit den neu berechneten Zahlen. Das zeigt: Der Fachkräftemangel entwickelt sich unabhängig von Konjunkturzyklen und ist ein strukturelles Problem“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Der Fachkräftemangel betrifft laut Brossardt alle Teile des Freistaats. Je nach Region sind die Herausforderungen aber unterschiedlich. „Die wirtschaftliche Lage in Niederbayern weist einen erfreulich positiven Trend auf. Allerdings sind schon heute 40 Prozent aller niederbayerischen Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen. Wirtschaft und Politik müssen sich gemeinsam dafür einsetzen, auch künftig junge Menschen vor Ort zu halten sowie dringend benötigte neue Fachkräfte anzuziehen, um sich so gegenüber den nahen Wirtschaftszentren in Bayern und den Nachbarstaaten zu behaupten.“

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat die vbw fünf Handlungsfelder für Bayern definiert: „Es gilt, die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen durch eine intensivierte Arbeitsvermittlung zu verbessern und die Erwerbsbeteiligung insgesamt, vor allem von Frauen, zu erhöhen. Unabdingbar ist drittens eine Verlängerung der Arbeitszeit. Wir brauchen viertens eine breit angelegte Bildungsoffensive. Und schließlich ist die gezielte Zuwanderung ein wichtiger Baustein unseres Konzepts. In jedem Handlungsfeld haben wir spezielle Programme gestartet“, sagte Brossardt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.vbw-bayern.de.

 

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