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Fachliche oder soziale Kompetenz: Was zählt wirklich im Job?

Kompetenz, Job, Personal

Immer wieder kommt die Frage auf, ob sich Personalmanager wirklich für die Noten aus der Schul- und Universitätszeit interessieren. Vor allem Berufseinsteiger mit einer schweren schulischen Laufbahn haben mit diesem Gedanken zu kämpfen. Doch kommt es tatsächlich auf die fachliche Kompetenz an? Oder nicht eher auf die soziale Kompetenz, um in Zeiten der Globalisierung eine gute Kommunikation mit den Menschen zu fördern? Die fachlichen Kompetenzen kann man doch auch während der Ausbildung beziehungsweise während des ganzen Karrierewegs verbessern, oder?

Die fachliche Kompetenz muss stimmen

Wer während seines Studiums jeden Moment genutzt hat, um Praktika zu absolvieren und sich täglich zusätzlich fünf Stunden genommen hat, um den Stoff des Tages zu wiederholen, hat den großen Vorteil eines super abgeschlossenen Studiums. Ein Traum jedes Personalmanagers. Aber: Viele dieser Studenten opfern sich vollkommen dem Studium auf und arbeiten ständig an einem perfekten Lebenslauf. Natürlich hilft dies der Weiterbildung und der Erfahrung, doch bringt es tatsächlich etwas, wenn man die Bereiche für wenige Wochen nur angeschnitten hat, ohne richtige Berufserfahrung zu sammeln? Ist ein Job als Werksstudent nicht um vieles effektiver?

Es sollte ersichtlich sein, dass man sich mit den verschiedenen Lebensabschnitten gezielt beschäftigt hat, sich damit auseinandergesetzt hat und sich somit die persönliche Fachkompetenz angeeignet hat. Dabei geht es um eins: Die Person muss sich nicht zwingend mit allen detaillierten Details aus dem Fachbereich auskennen, sie muss wissen, wie diese Details in der Praxis angewandt werden. Damit diese Kompetenz gesichert ist, ist das Zusammenspiel mit der sozialen Kompetenz enorm wichtig.

Soft Skills – die soziale Kompetenz im Vordergrund

Bereits das Bewerbungsschreiben gibt den Personalmanagern Aufschluss über die sozialen Kompetenzen des Bewerbers. Wer sich hier bezüglich der gewünschten persönlichen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen oder Flexibilität, positiv äußert, dem ist eine Einladung zum persönlichen Gespräch sicher. In diesem Gespräch werden die Soft Skills nochmals auf Herz und Nieren geprüft.

  • Ehrlichkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Kritikfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Lernbereitschaft
  • Toleranz

… diese zehn Eigenschaften sind den Personalmanagern besonders wichtig und sie legen hohen Wert darauf, diese im persönlichen Gespräch aus Ihnen herauszukitzeln. Sind Sie im Gespräch offen und ehrlich, und vor allem authentisch, ist die erste soziale Kompetenz bereits bewiesen – Ehrlichkeit. Zeigen Sie im Gespräch, dass Sie sich für das Team einsetzen und nicht nur ein stummer Mitspieler dessen sind, dass Sie lernwillig sind und sehr gerne an Weiterbildungen teilnehmen, oder auch, dass Sie kein Problem mit längeren Arbeitstagen haben, wenn diese auch wieder ausgeglichen werden dürfen. Überlegen Sie sich also vorab, wie Sie die persönlichen Soft Skills in einem Gespräch geschickt verpacken können.

Die richtige Mischung

Sie sehen also: Ein guter Lebenslauf und gute Zeugnisse allein, sind nicht das einzige Argument für einen gut bezahlten Job. Es zählen auch die sozialen Kompetenzen, um Geschäftskunden eine gute Kommunikationsebene zu liefern. Eines ist definitiv sicher: Den Umgang mit Zahlen und Formeln kann man lernen, der Umgang mit Menschen funktioniert nur mit Empathie.

Lydia Hagen

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