Management

Finanzanlagenvermittler müssen neue Berufsregeln ab Januar 2013 beachten

Was Finanzanlagenfachleute für die obligatorische Sachkundeprüfung wissen müssen, beschreibt ein neuer Rahmenplan, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt gemeinsam mit einer Expertengruppe entwickelt und veröffentlicht hat.

Vermittler von Finanzanlagen müssen neue Berufsregeln beachten. Die Voraussetzungen für die Erteilung der gewerberechtlichen Erlaubnis werden mit Wirkung zum 1. Januar 2013 durch das "Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts" erheblich verschärft.

Neben persönlicher Zuverlässigkeit und geordneten Vermögensverhältnissen haben Gewerbetreibende künftig eine Berufshaftpflichtversicherung und Sachkunde nachzuweisen.

Für Letzteres müssen Finanzanlagenvermittler – soweit sie nicht über einen gleichgestellten Abschluss verfügen – eine Prüfung zum "Geprüften Finanzanlagenfachmann IHK" / zur "Geprüften Finanzanlagenfachfrau IHK" erfolgreich ablegen. Das gilt auch für die Beschäftigten eines Gewerbetreibenden, die direkt bei der Vermittlung oder Beratung mitwirken.

Die Neuregelung soll helfen, ein klares Anforderungsprofil für den künftigen Vermittler und Berater zu etablieren. Für die Durchführung der Sachkundeprüfung sind die Industrie- und Handelskammern zuständig.

In der Finanzanlagenvermittlungsverordnung sind zwar die Anforderungen der Sachkundeprüfung dargelegt; konkrete Vorgaben zu Art und Umfang eines Vorbereitungslehrganges gibt es jedoch nicht.

Der DIHK hat deshalb mit einem Expertengremium einen Rahmenplan zur Sachkundeprüfung entwickelt, der die für alle Prüfungsteilnehmer maßgeblichen Lerninhalte und -ziele verbindlicher und transparenter machen soll.

Der Rahmenplan dient Prüfungskandidaten, Prüfern und Ausbildern als "Navigationssystem" durch die Lerninhalte. Er bildet die Grundlage für die Erstellung lernzielorientierter Prüfungsaufgaben und für die Gestaltung von Vorbereitungslehrgängen. Die didaktische Aufbereitung, zeitliche Abfolge und Verknüpfung der Lerninhalte obliegt den Bildungsträgern.

Sie finden den Rahmenplan hier als Download.

 

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