Wirtschaft

Frankreich schließt mit Privatbanken Kompromiss zur Griechenlandrettung

Die französische Regierung hat sich mit den Banken der Grande Nation auf einen Kompromiss zur Griechenlandrettung geeinigt. Die französischen Banken halten rund 15 Milliarden Euro der insgesamt rund 340 Milliarden Euro griechische Staatsschulden. An dem Kompromissvorschlag hat auch die deutsche Finanzbranche ihr Interesse bekundet. Im Detail geht es um eine Verlängerung der milliardenschweren Kredite an Griechenland. Demnach sollen 50 Prozent der auslaufenden Schuldtitel wieder in neue Anleihen mit 30 Jahren Laufzeit investiert werden. Diesen soll ein Zinssatz von rund sechs Prozent zugrunde gelegt werden – analog dem Zinssatz der Notkredite von EU und IWF, aber deutlich unter dem gegenwärtigen Marktpreis. Zusätzlich soll es dann auch einen Aufschlag geben, wenn die griechische Wirtschaft ihre Krise überwunden hat und wieder wächst. Zusätzliche 20 Prozent der griechischen Altschulden sollten in einen Fonds gesteckt werden, der zunächst keine Zinsen abwerfen würde. Der Vorteil für die Finanzbranche liegt auf der Hand: Die Schulden können so beglichen werden und es fällt auch weiterhin ein Gewinn für das Investment an, andernfalls droht den Banken bei einem Scheitern der Sparanstrengungen ein deutlicher Verlust, falls sie beispielsweise 50 Prozent ihrer vergebenen griechischen Kredite abschreiben müssten. Sarkozy rief die übrigen Euro-Staaten auf, dem französischen Beispiel zu folgen. Die Deutschen Geldhäuser sind mit rund 20 Milliarden Euro in Griechenland engagiert.

 

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