Bauen & Wohnen

Franz Rembold zur Entwicklung Berlins im Bereich Wohnungsbau

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Berlin wächst. Die positive Entwicklung ist in erster Linie Folge des starken Anstieges der Zuzüge aus dem Ausland. Auch aus den alten und neuen Bundesländern sind mehr Personen nach Berlin zugewandert. Gleichzeitig haben sich die Fortzüge in das Umland gegenüber dem Hochpunkt des Jahres 1998 mehr als halbiert. Allein durch die Ansiedlung von Unternehmen sind in der Hauptstadt im vergangenen Jahr rund 6.775 Arbeitsplätze entstanden, die die Menschen anziehen. Franz Rembold erläutert die Entwicklung von Berlin im Wohnungsbau.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung prognostiziert, dass die Berliner Bevölkerung bis ins Jahr 2030 um 142.000 bis 389.000 Einwohner gewachsen sein wird.

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Prognosen zur Stadtentwicklung von Berlin (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)

Franz Rembold spricht sich für Nachverdichtung aus

Um diesen enormen Bedarf an adäquatem Wohnraum zu decken, bieten sich eine Reihe von Maßnahmen an, um auf der begrenzten verfügbaren Fläche von Großstädten zusätzliche Wohnungen zu errichten. Franz Rembold, einer der Gründer und Geschäftsführer von Agromex hierzu: „Der Begriff der Nachverdichtung wird schon seit geraumer Zeit oftmals im Zusammenhang mit der Herausforderung der Wohnungsknappheit genannt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Nutzung freistehender Flächen innerhalb bereits bestehender Bebauung. Sie kann erfolgen durch die Schließung von Baulücken, Aufstocken von vorhandenen Bauten, Dachgeschossausbau oder der Abriss vorhandener Bauten und den Bau größerer Bauten zu mehr umbauten Raum.“

Nachverdichtung bietet zahlreiche Möglichkeiten

Auch das das Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung für Stadtentwicklung (BBSR) greift der Begriff der Nachverdichtung auf und nennt daraus resultierende mögliche Instrumente, die Stadtplanern und Bauherren zur Verfügung stehen:

  • Vor allem in den Innenstädten bieten sich Baulücken und Brachflächen als Baugrundstücke für Neubauten an. Vorteil ist dabei, dass in der Regel eine bereits bestehende Infrastruktur aus öffentlichem Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten und weiteren Einrichtungen des täglichen Bedarfs besteht. Die künftigen Bewohner des Neubaus profitieren von den vielen Angeboten eines bestehenden Kiezes.
  • Auch der Anbau an bestehende Gebäude, zum Beispiel durch die Errichtung weiterer Geschosse, ist eine Möglichkeit, die verfügbaren Wohnungen in einem bestehenden Quartier zu erhöhen.
  • Teilweise bieten Innenhöfe genügend Platz, um mit einem Neubau zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
  • Unter dem Begriff der Konversion wird die Umnutzung alter Gebäude verstanden (z.B. alte Postgebäude, Kasernen..), die ungenutzt sind und zu Wohnimmobilien umgebaut werden können.
  • Schließlich besteht die Möglichkeit Freiflächen in der Innenstadt, wie Parkplätze oder Kleingärten, für den Wohnungsbau zu nutzen und mittels dieser Umstrukturierung der Flächen zusätzliche Wohnungen zu schaffen.

Schaffen von bezahlbarem Wohnraum in Berlin

Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) beispielsweise ist in den zentralen Berliner Stadtteilen Mitte und Friedrichshain der größte städtische Immobilienverwalter. Die Bestände befinden sich in attraktiven Lagen mit sehr guter Infrastruktur. „Gemeinsam mit den Menschen im Kiez gestaltet die WBM ihre Quartiere aktiv zu interessanten Lebensräumen in der Innenstadt“, so Rembold.

Mit Neubau, Zukauf und innovativen Umbauten will die WBM bis 2026 ihren Bestand auf 39.400 Mietwohnungen erhöhen. Die Neubau-Offensive der WBM leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Hauptstadt.

70 Prozent der Bestandobjekte sind Plattenbauten. Zu ihnen gehören unter Denkmalschutz gestellte Ensembles der DDR-Nachkriegsmoderne des Architekten Hermann Henselmann wie Platz der Vereinten Nationen und Haus des Lehrers / bcc, die Rathaus Passagen am Alexanderplatz, gestaltet von Heinz Graffunder und das Nikolaiviertel, das federführend von Günter Stahn entworfen wurde. Aber auch die industrielle Standardplatte in ihren typischen Ausprägungen – P 2 und vor allem die als Einheitsplatte titulierte WBS 70 – gehören dazu. Dies findet Ausdruck im WBM-eigenen Plattenkulturportal JEDER M² DU.

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Franz Rembold ist Geschäftsführer der AGROMEX GmbH & Co.KG (Bild: © AGROMEX GmbH & Co.KG)

An der Heidelberger Straße im Berliner Stadtteil Alt-Treptow wurde Mitte des letzten Jahres für 159 Mietwohnungen Richtfest gefeiert. Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) erwarb das Neubauprojekt 2015 von der AGROMEX Heidelberger Straße 75-81, 81 a GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der AGROMEX-Gruppe. Die Fertigstellung ist für Anfang 2017 vorgesehen.

Franz Rembold: „Das Objekt umfasst sieben Gebäude in geschlossener Bauweise und verfügt über 159 Wohneinheiten und 29 Tiefgaragenstellplätze. Es befindet sich in beliebter zentraler Lage in Alt-Treptow. Die Wohnungen werden barrierefrei erreichbar sein, zwei Wohneinheiten rollstuhlgerecht ausgeführt. Die Wohnungen mit 1 und 4 Zimmern sind alle mit mindestens einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet. Durch den Erwerb des Neubauprojektes leistet die WBM auch hier einen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings.“

 

AGROMEX GMBH & CO KG
Chausseestraße 131
10115 Berlin

Geschäftsführer: Franz Rembold, Oliver Hirt

Websites:
www.franz-rembold.de
www.oliver-hirt.de
www.agromex-bilder.de

 

Beate Greisel

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