Wirtschaft

Frauenanteil in den Führungsetagen weltweit marginal angestiegen

Laut einer Studie der US-Organisation „Corporate Women Directors International“ hat sich der Anteil der Frauen in den Führungsetagen der weltweit größten Unternehmen minimal erhöht. In den Top-200 der umsatzstärksten Unternehmen liegt der Anteil weiblicher Vorstände derzeit bei 13,8%. Damit hat sich ihr Anteil seit 2004 um gerade einmal 1,1% erhöht. Dabei haben die westlichen Staaten stärkere Verbesserungen unternommen, die weltweite Statistik sei jedoch durch das zunehmende Gewicht der asiatischen Unternehmen nicht weiter angestiegen.

Die deutlichsten Änderungen haben sich in den Ländern ergeben, die eine Frauenquote eingeführt haben. So hat sich der Anteil der Frauen in den französischen Vorständen von rund 7% auf nun über 20% erhöht. In Spanien legte der Anteil von 2% auf über 9% zu. Der Durchschnitt der Länder mit einer solchen Quote liegt bei 16,1%.

In dem Unternehmensranking mit den meisten weiblichen Vorständen nimmt die Deutsche Bank mit 35% den sechsten Platz ein, die Deutsche Post mit 30% Platz neun.

In Deutschland existiert noch keine Frauenquote, sondern nur eine freiwillige Verpflichtung. Bezeichnenderweise streiten hierüber zwei Ministerinnen auf entgegengesetzten Positionen: Arbeitsministerin von der Leyen hat sich für eine klare gesetzliche Frauenquotenvorgabe ausgesprochen, nachdem frühere Selbstverpflichtungen der Wirtschaft ergebnislos geblieben waren. Familienministerin Schröder hingegen ist weiterhin für eine freiwillige Selbstverpflichtung.

 

 

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