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Freud und Leid von Newslettern – Teil II

In der letzten Kolumne haben wir über Freud und Leid mancher Newsletter philosophiert und was zu beachten ist, damit der Empfängerkreis Newsletter gerne erhält und vor allem liest. Heute sehen wir uns genauer an, in welchen Intervallen Newsletter Sinn machen, wie sie gestaltet sein sollten und vor allem, wie Sie sie benennen, damit die Zielgruppen den Letter klar und bewusst als Ihren wahrnehmen.

 

Welche Frequenz?

 

Generell gilt, lieber öfter und kürzer als wahre Schwarten alle 4 Monate.  Aber die Option „öfter“ ist nur interessant, wenn Sie wirklich interessanten Input haben. Alle zwei Monate scheint mir immer passend, es ist oftmalig genug, sodass die Zielgruppen sich noch an die Existenz Ihres Newsletters erinnern, und alle zwei Monate sollte auch genug neues inhaltliches Material zur Verfügung stehen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Ich kenne Newsletter, die immer wieder mal aus heiterem Himmel erscheinen, ohne erkennbaren Publikationsplan. Das finde ich persönlich nicht so gut, unsere Zielgruppen lieben eine gewisse Regelmäßigkeit in der Kommunikation, das sollten wir berücksichtigen. Es ist auch sinnvoll, am Ende des aktuellen Newsletters den nächsten datumsmäßig anzukündigen. Unregelmäßige Newsletter-Erscheinungen haben zwar den Vorteil, dass Sie nur dann gesendet werden, wenn wirklich Material vorhanden ist, aber das kann dazu führen, dass Sie den Newsletter immer wieder aufschieben – sonstige Arbeit gibt es ja genug. Kennen wir doch alle. Wenn Sie sich mit einem angekündigten Versanddatum für den nächsten Letter bei Ihren Empfängern quasi verpflichten, werden Sie viel aufmerksamer für eventuelle interessante Inhalte durch die Welt gehen und vor allem einen Plan machen, was wann berichtet werden soll.

 

Lay-out:

 

Nichts ist Schlimmer als ein handgestrickter Newsletter, mit konventioneller Schrift, ohne Bilder, lieblos und rasch nach draußen gesandt. Vielleicht noch verkleidet als Textwüste, in der sich das Auge nirgends festhalten kann und rastlos über die Buchstaben irren muss. So etwas ist in der wirkungsvollen Außenkommunikation des Jahres 2011 nicht mehr möglich.

 

Lassen Sie sich Ihren Newsletter einmal professionell designen und aufsetzen, im Rahmen eines Content Management Systems. Dann haben Sie ein wertvolles „Gerüst“ und können die einzelnen Ausgaben immer selbst befüllen und versenden. Diese Investition lohnt sich. Die Corporate Identity ist idealerweise an die Ihrer Homepage angelehnt – aber nicht 1:1 kopiert. Ihre Empfänger sollen schon erkennen, hier liegt ein separates Kommunikationsinstrument vor. Wichtig sind der klar erkennbare und Ihnen zuordnbare Name Ihres Unternehmens, ein Impressum und Fotos, sowie diverse Links zurück zu Ihrer Homepage. Am Ende benötigen Sie einen Link zur Bestellung und Abbestellung des Newsletters.

 

Was, einen Namen braucht er auch?

 

Falls Sie einen Newsletter neu ins Leben rufen, überlegen Sie vor der Namenswahl genau. Der Name des Letters ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das ihn und damit Sie als Experte(in) automatisch von anderen unterscheidet. Ihre zukünftige Leserschaft wird sich zusätzlich durch einen interessanten Namen dazu aufgerufen fühlen, Ihren Letter zu abonnieren.

 

Seien Sie kreativ, finden Sie eine aussagekräftige Benennung in Anlehnung an Ihren Unternehmensgegenstand oder Ihren Namen, die aber doch einen klaren Unterschied zu Ihrem Webauftritt darstellt. Newsletter-Namen können ein klein wenig „spielerischer und kreativer“ sein als Website-Namen oder Firmennamen. Immer natürlich abhängig vom Unternehmensgegenstand. Eine Möglichkeit der Namensfindung ist auch, die Nische, in der Sie tätig sind, in den Namen einzubauen oder Ihre Zielgruppe. Fragmente wie „Insights“, „Tipps“, „Insider“, „Weekly“, „Monthly“ funktionieren ebenfalls sehr gut, wobei die englische Sprache da sehr viel mehr Möglichkeiten bietet. Wenn es also thematisch passt, warum nicht. Auf jeden Fall muss der Name gut zu Ihnen, Ihrem Expertenthema und Ihrer Art und Weise zu sein und zu denken passen. Dann wird er als authentisch wahrgenommen und als solcher ein Erfolg.

 

Nun zum Abschluss dieser Gedanken zu Newslettern noch eine Übersicht der Do‘s and Don‘ts auf dem Weg zum erfolgreichen, freudvollen Letter.

 

Do‘s

 

– Schaffen Sie sich eine Struktur, die Sie in jeder Ausgabe einhalten

– Schreiben Sie kurz und prägnant

– Integrieren Sie Bilder

– Integrieren Sie Ihre eigenen News zwischen andere Inhalte

– Geben Sie Empfehlungen für Bücher, Orte, andere Experten ab

– Integrieren Sie Gewinnspiele und Zitate

– Fordern Sie zum Dialog und zur Interaktion auf

 

Don‘ts

 

– Vermeiden Sie Textwüsten, schreiben Sie leicht lesbar

– Vermeiden Sie Überlängen

– Vermeiden Sie Selbst-Beweihräucherungen

– Vermeiden Sie unregelmäßige Intervalle

– Vermeiden Sie einseitige News nur aus Ihrem Unternehmen

– Generell gesprochen: Vermeiden Sie Langeweile!

 

Herzliche Grüße

Monika Paitl

 

 

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Über Monika Paitl:

Monika B. Paitl ist Inhaberin von communications9, eine auf PR und Management für deutsche und internationale Keynote Speaker, Trainer und Coaches spezialisierte PR-Agentur. communications9 verbindet gemäss dem Motto „linking the speaking world“ die Welt der Sprecher, Trainer und Coaches mit der der Medien und Unternehmen. Monika B. Paitl gründete nach Jahren in der Automobil- und Elektronikindustrie ihre eigene Agentur und bringt ihre internationalen Erfahrungen in den Bereichen Presse, Events und Weiterbildung ein. Neben klassischer PR ist Monika B. Paitl auch Expertin für Social Media-PR.

 

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