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Führungskräfte: Schlüssel zur Gesundheit in Unternehmen

… aus der AGITANO-Themenserie „Gesund und achtsam führen“ mit dem Experten für Stressbewältigung, Motivation und Gesundheit, Jürgen Seckler. Nachdem Sie im ersten Teil erfahren haben, wie sich in Zeiten der Globalisierung unsere Arbeitswelt wandelt, geht es heute um Führungskräfte als Schlüssel zu einer gesunden Unternehmenskultur.

Definition Gesundheit: „Man(n) – Frau – hält es im Kopf nicht mehr aus.“

Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) – eine „seltsame“ Bezeichnung für „Daten und Fakten zur Arbeitsunfähigkeit“ in Deutschland – zeigt, wie im Vorjahr, einen weiteren Anstieg im Bereich der psychischen Erkrankungen. An zweiter Stelle folgen die Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes.

Fordern ist absolut legitim

Schnupfen
Gesundheit – mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit! (Bild: Maria Lanznaster / pixelio.de).

Diese Zahlen liegen den Unternehmen vor und sollten für alle Grund genug sein das Thema Gesundheit in die Unternehmensabläufe dauerhaft und nachhaltig zu integrieren. Es ist aus meiner Sicht absolut legitim von den Mitarbeitern zuverlässige Leistung zu fordern. Allerdings muss sich jeder über die Grenzen dieser Forderung im Klaren sein. Dauerhafte Überforderung führt zwangsläufig zu einer Leistungsminderung, einem Motivationsverlust und damit zur Senkung der Produktivitätsquote mit allen betriebswirtschaftlichen Folgen. Heißt im Klartext, dass Gesundheit auf allen Unternehmensebenen gelebt beziehungsweise vorgelebt werden muss. Das bedeutet, dass Gesundheit in den jährlichen Budgetplanungen ein fester Bestandteil sein sollte. Leider ist es in der Realität meist so, dass genau dieser Posten bei einer wirtschaftlichen Schieflage als erstes gestrichen wird. Wobei ein wertschätzendes Miteinander (= Thema in Teil 7) nichts kostet und einer der wesentlichsten Motivationsfaktoren ist.

Was ist Gesundheit?

Für die meisten bedeutet es die Abwesenheit von Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen „Zustand vollkommener körperlicher, geistiger und sozialer Gesundheit“.

Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahre 2008 mit dem Titel „Was bedeutet Glück für Sie?“ ergab bei:

87 Prozent „Dass meine Angehörigen und ich gesund sind“ = körperliche Gesundheit
74 Prozent „Intaktes Elternhaus mit Liebe und Geborgenheit“ = soziale Gesundheit
69 Prozent „Sich über die kleinen Dinge des Lebens freuen“ = psychische Gesundheit

Dann erst folgten Antworten, wie Arbeitsplatz, Erfolg oder Geld.

Somit wird klar, dass eine achtsame Führungskraft sich mit diesen drei Aspekten der Gesundheit auseinandersetzen muss. Zum Einen, was die eigene Gesundheit und zum Anderen die Gesundheit der Mitarbeiter betrifft. Sie muss bereit sein ihre Rolle im Rahmen eines  erfolgreichen betrieblichen Gesundheitsmanagements zu erkennen und wahrzunehmen.

Doch darüber mehr in Teil 3 am kommenden Dienstag, den 24. Juni 2014.

Über Jürgen Seckler:

Jürgen Seckler, Trainer, Referent, Gesundheit, Motivation
(Foto: © Jürgen Seckler)

Jürgen Seckler (geb. 1959) ist Referent und Trainer rund um die Themen Stressbewältigung, Motivation und Gesundheit. Er leitet Gesundheitsprojekte bei vielen mittelständischen Unternehmen und großen Konzernen. Mit viel Witz und Kompetenz motiviert er seine Zuhörer den „inneren Schweinhund“ zu überwinden und Entscheidungen dauerhaft und erfolgreich umzusetzen. Er ist Gründer und geschäftsführender Mitgesellschafter der Salovita GmbH mit Sitz in Worms mit dem Motto „Wir verstehen Gesundheit – Wir verstehen Menschen – Wir verstehen Unternehmen“.

Mehr Informationen zu Jürgen Seckler im AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter www.salovita.de.

Christoph Schroeder

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