Energie & Umwelt

Fukushima ist überall

„Jede AKW-Kastastrophe irgendwo auf der Welt, ist eine Katastrophe für die ganze Welt“, sagte Klaus Töpfer als er vor vielen Jahren Tschernobyl besuchte. Diese schlichte Erkenntnis wiederholt sich jetzt sogar bei vielen bisherigen Atomfreunden, die im Angesicht der Fernsehbilder aus Japan umzudenken beginnen. Manche Atompolitiker wollen jetzt Solarpolitiker werden.

 

Fukushima ist überall

 

Nicht nur in Nordjapan, sondern auch in China, in Korea, in Taiwan und in ganz Ostasien steigt die Angst vor nuklearer Verstrahlung. Tschernobyl, so die Ärzteorganisation IPPNW, kostet noch heute, 25 Jahre nach dem Reaktorunfall, jedes Jahr Tausenden das Leben durch Krebstod. Jede Atomkatastrophe hat eine globale Wirkung.

 

Wir lernen gerade, dass es nie ein sicheres AKW gab, dass es keine inhärent sicheren AKW gibt und dass es niemals welche geben kann. Das atomare Restrisiko ist jenes Risiko, das uns jeden Tag den „Rest“ geben kann.

 

In Deutschland denken jetzt alle Parteien um. Von links bis rechts. Die Grünen haben dabei das größte Vertrauen der Wähler, denn sie warnen schon seit 30 Jahren, also seit es sie als Partei gibt, vor den Gefahren der Atomenergie.

 

Aber auch die anderen Parteien geben sich lernfähig. Jetzt wollen alle plötzlich grüner sein als die Grünen. Das heißt aber ganz konkret und praktisch, dass keines der sieben AKW, die nun „vorübergehend“ abgeschaltet worden sind, je wieder ans Netz gehen wird.

 

Die Angst vor den Wählern ist zu groß. Und diese Angst ist auch durchaus berechtigt. Die solare Energiewende, die wir in dieser Serie beschreiben, kommt schneller als gedacht.

 

So funktioniert gelebte Demokratie.

 

Quelle: © Franz Alt 2011

 

 

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