Technologie

Funktionstüchtige Solarmodule einfach auf Papier gedruckt

Gängige Photovoltaik-Anlagen, die sich auf unseren Dächern oder Feldern befinden, bestehen aus einer Vielzahl von teuren und auch oft raren Materialien wie den Seltenen Erden. Um dieses Ressourcenproblem zu überwinden, haben Wissenschaftler des Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz die „printed paper photo voltaics“ (3PV) Technologie erfunden. Dabei handelt es sich um besondere Druckfarben mit elektrischen Eigenschaften die einfach auf gebräuchliches Papier gedrückt werden können und bei Lichteinstrahlung Strom erzeugen.

Die Erfinder verwenden natürlich oxidierendes Zink als Basiselektrode, die mithilfe eines besonderen Druckverfahrens aufgebracht und mit einer leitfähigen Polymer als Gegenelektrode gedruckt wird. Bisher besitzen die 3PV Module einen Wirkungsgrad von 1,3%, verglichen mit über 10% bei üblichen Solarmodulen, aber die Forscher sind sich sicher, dass es noch viel Spielraum gäbe. „Die verwendeten Materialien werden laufend optimiert und wir sind guter Dinge, die 3PV-Parameter weiter zu verbessern“, so Tino Zillger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts. Die Papier-Module sind biegfesst, wiederstandsfähig, bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und können nach Gebrauch wie normales Papier Recyclt werden. Eine Energiebilanz wie sie im Buche steht.

Detailierte Technische Daten und eine Vorführung der Technologie finden sie hier.

 

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