Empfehlung

Gabriel Schandl – Montag! Gott sei Dank. Teil 3: Was Ihre (Wahl-)Freiheit mit dem Leistungsglück zu tun hat …

… aus der motivierenden Themenserie „Montag! Gott sei Dank.“ des erfolgreichen Speakers und Buchautors Mag. Gabriel Schandl. Nach dem zweiten Teil „Was Ihre Umgebung mit der Freude an Montagen zu tun hat …“ folgt heute Teil 3: „Was Ihre (Wahl-)Freiheit mit dem Leistungsglück zu tun hat …“.

——-

Mag. Gabriel Schandl
Mag. Gabriel Schandl: „ … Freiheit, um [..] Talente auch umsetzen zu können.“ (Foto: © Philip Reichwein)

Die letzten beiden Male ging es um die Faktoren „Talent“ und „Umgebung“ aus der Leistungsglück- Formel (Talent x Umgebung x Freiheit x Umsetzung = Leistungsglück). Heute betrachten wir den vorletzten Aspekt etwas näher: Freiheit. Was bedeutet dieses „bedeutungs-schwangere“ Wort in diesem Kontext?

Freiheit nehmen

Wir alle brauchen Freiheit, um unsere Talente auch umsetzen zu können. Dazu gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Wir geben uns die Freiheit selbst – als Selbständige oder Unternehmer oder wir haben idealerweise Führungskräfte, die uns als Angestellte die Freiheiten geben, unsere Talente zu erkennen, zu nutzen und auch weiterzuentwicklen.

Fangen wir mit ersterem an. Weshalb machen sich immer mehr Menschen selbständig, werden EPUs (Ein-Personen Unternehmen) oder gründen Unternehmen, die dann rasch wachsen? Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten, sich zu betätigen und das ist gut so. In der großen Fülle der Auswahl ist an sich für jeden das richtige dabei, man muss sich nur bedienen, wie bei einem Buffet. Damit will ich nicht sagen, dass es leicht ist, selbständig zu werden und es auch zu bleiben, aber ich spreche aus eigener Erfahrung, schließlich lebe ich diese Form seit zirka 20 Jahren selber. Dabei gab es „Zeiten“, die waren nicht immer einfach. Manchmal musste ich schauen, von welchem Konto ich welche Rechnung bezahle, weil anfangs schlicht die Einnahmen fehlten. Diese flache Wachstumskurve auszuhalten ist eine der größten und wichtigsten Hürden für alle Unternehmer. Aber wenn wir unserem Herzen folgen und einen Beruf wahrnehmen, den wir richtig gut und somit gerne machen, sind zufriedene bis begeisterte Kunden die Regel. Diese sorgen durch ihre positive und überzeugende Mundpropaganda dann für das entsprechende Wachstum. Ich habe während der Anfangszeit auch verschiedene Nebenjobs probiert, und das kann ich jedem empfehlen. Möglichst viel auszuprobieren, um Erfahrungen zu sammeln, die einem keiner mehr nehmen kann. Umso mehr weiß man dann, wenn man im „Richtigen“ angekommen ist.

Freiheit geben

Die Firma Semco sitzt in Brasilien, sie baut technische Teile für die Industrie seit 25 Jahren und hat 3.000 Mitarbeiter.  Das Besondere an dem Unternehmen ist, dass es wenige bis keine Vorgaben gibt, wann die Mitarbeiter im Büro sein müssen. Es gibt keine Vorgaben, wer wann wie viel arbeiten muss.


Es zählen nur die Ergebnisse. Solange Kunden begeistert sind, die Umsätze und die Gewinne stimmen, dürfen die Mitarbeiter tun, was sie wollen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihre Vorgesetzten zu bewerten und sollte diese Bewertung schlecht sein, kann es auch mal passieren, dass eine Führungskraft gehen muss. Die Mitarbeiter genehmigen sich selber Wunschgehälter und rechtfertigen sich diese gegenseitig. Es geht in diesem Unternehmen sehr stark um Transparenz. Jeder weiß von jedem anderen alles. Wenn ich also zum Beispiel sage, dass ich zum Arbeiten einen Tisch aus Eichenholz brauche, der 2.000 Euro kostet und meine Kollegen wissen, dass ich in meinem Bereich gut arbeite, dann werden sie mir zustimmen.  Gegenseitige Transparenz, Verantwortung, Rechenschaft und auch Freiheit scheint zu funktionieren, wie man sieht. Die besten Köpfe der Welt wollen dort arbeiten, sie bewerben sich, weil sie selbst entscheiden wollen, wo, wann und wie sie arbeiten.

Seite 2: Vertrauen – die effizienteste  Form der Unternehmensführung

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.