Regionales

Gelder des Landes werden zukunftssicher und risikooptimiert investiert

Finanzminister Bullerjahn stellte heute (07.06.2011) im Kabinett die für kommenden Monat geplante Umsetzung des Gesamtkonzepts für eine zukunftssichere Anlage von Landesvermögen vor.

Zukünftig sollen Gelder des Pensionsfonds und des Altlastensanierungsfonds und der übrigen Vermögen des Landes zusammen angelegt werden. Durch die gemeinsame Anlage des Landesvermögens wird die Wirtschaftlichkeit der Geldanlage deutlich erhöht. Darüber hinaus ist die neue Geldanlage durch ein an der Analyse zukünftiger Haushaltsbelastungen orientiertes Anlagekonzept (Asset-Liability-Analyse) risikooptimiert. Insgesamt handelt es sich um Gelder i.H.v. rund 1 Milliarde Euro.

Die Landesgelder werden in bekannte und bewährte Anlagen investiert, die langfristig in ihrer Gesamtheit einen Kapitalerhalt und eine angemessene Rendite versprechen. Ziel der neuen Geldanlage ist es darüber hinaus auch die bei jeder Geldanlage bestehenden Risiken zu minimieren. Um dies zu erreichen, werden neben Investments in Anleihen zukünftig auch in geringem Umfang, zum Zweck der Diversifizierung und Risikominimierung, Aktien und Wandelanleihen erworben.

Finanzminister Bullerjahn dazu: „ Die Gelder des Landes werden auf diese Weise zukunftssicher und unter Nutzung von Synergieeffekten in optimierter Form investiert. Wir wollen gute Erträge erwirtschaften, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren.“

Hintergrund:

Das Land Sachsen-Anhalt hat neben Schulden von etwa 20,5 Milliarden Euro auch ein Vermögen von etwa einer Milliarde Euro. Die zwei wesentlichen „Töpfe“ sind:

Altlastensanierungsfond (804 Mio. €)

Bei diesem Fond ist der Name Programm – das Geld wird seit etlichen Jahren für viele Projekte über ganz Sachsen-Anhalt verteilt verwendet, bei denen alte Industriebrachen und vieles mehr saniert werden.

Pensionsfond (195 Mio. €)

Dieser 2007 neu geschaffene Fond dient der Vorsorge für alle Landes-Beamten ab 2007, die irgendwann nach Laufbahn-Beendigung in Pension gehen – diese Pensionen werden dann aus dem Fond, der natürlich wie ter wachsen wird und muss, bezahlt.

Die Geld-Experten im Finanzministerium haben also auf der einen Seite die Schulden des Landes zu verwalten – aber eben auch auf der anderen das Vermögen des Landes so anzulegen, dass es – unter Abwägung aller Risiken (=risikooptimiert) – Erträge bringt.

Das oben genannte Landesvermögen wird in einem deutschlandweit einzigartigen Verfahren angelegt – konservativ, aber eben zugleich auch so risikofreudig, wie es vertretbar ist – das ist der Inhalt des neuen, heute im Kabinett vorgestellten Konzeptes. Die Finanzexperten im Ministerium nennen das eine Finanz-Architektur, die offen für neue Partner ist. Das heißt, Stiftungen oder andere Landesgesellschaften könnten ihr Vermögen ebenso unter dem Dach des Landes-Finanzministeriums verwalten lassen. Diese Entscheidung allerdings treffen die jeweiligen Institutionen selbst. In der deutschen Finanz-Fachpresse wird das neue Konzept für die zukunftssichere Anlage von Landesvermögen aufmerksam verfolgt und als sehr modernes Konzept gewürdigt.

Quelle: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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