Wirtschaft

Gemeinsamer asiatischer Wirtschaftsraum nach dem Vorbild der EU

Der seit 1967 bestehende Verband der Südostasiatischen Staaten (ASEAN) strebt einen engeren Zusammenschluss und einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild an und will dafür von den Erfolgen, aber auch von Fehlern der Europäer lernen. Die zehn Mitgliedsstaaten Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Thailand, Vietnam und Singapur haben zusammen 600 Millionen Menschen und ein gemeinsames Bruttoinlandsprodukt von rund 2.000 Milliarden Dollar. Profitiert wird dabei auch von der Dynamik Chinas und Indiens. Surin Pitsuwan, Generalsekretär der ASEAN: „Unser Motto ist: wenn China und Indien wachsen, dann wachsen wir mit ihnen.“ Dennoch liegt ein Hauptaugenmerk auf der Förderung des Binnenmarktes, um sich von dem krisenanfälligen Export unabhängiger zu machen (Fokus auf die Dienstleistungsbereiche Gesundheit, Bildung und Telekommunikation). Auf eine gemeinsame Währung werde allerdings vorerst verzichtet: „Wir werden erst einmal abwarten, wie die Eurozone mit der Krise umgeht.“
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.